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Erlebtes und Erzählenswertes

„Burg-Trilogie“ vollendet

 

Diese Überschrift würde man wohl eher zu einem Artikel im Feuilleton vermuten als bei einem Laufbericht.

Ihre Aufklärung findet sie jedoch in den Städtenamen der drei Zielorte meiner diesjährigen Frühjahrsmarathons:

 

                               Marburg   -   Freiburg   -   Weilburg.

 

Jede dieser Veranstaltungen hatte ihre eigene Charakteristik und Geschichte.

 

I      Ende Februar hinterließ der Orkan „Xynthia“ beim Lahntallauf in Marburg seine Spuren.
War es anfangs noch sonnig und beinahe windstill, so änderte sich das etwa drei Stunden nach dem Start gewaltig. Die aufgestellten Becher bei den Verpflegungsstationen wurden ebenso weggefegt wie Hinweisschilder und das Dach des Pavillons der Zeitnahme. Kein Wunder, dass einige Teilnehmer ihre ursprünglich ins Auge gefassten Wettkampfdistanzen etwas verkürzten.

Die ebenfalls mit nach Marburg gekommene Marita Freisberg lief ihren geplanten 30 km Trainingslauf jedoch tapfer und flott zu Ende.

 

I I     Beim Freiburg-Marathon Ende März war der Wind zwar bei weitem nicht so stürmisch, aber unangenehm kalt und böig. Dazu gesellte sich nach etwa der Hälfte der Strecke noch Dauerregen und so kam (trotz der 42 Bands auf der 21 km-Schleife) nicht gerade euphorische Stimmung auf, auch nicht bei den immer weniger werdenden Zuschauern. Zwar ist der Kurs nicht besonders anspruchsvoll, weil überwiegend flach, doch Kopfsteinpflaster und Straßenbahnschienen erfordern in der reizvollen und winkeligen Altstadt hohe Konzentration bei den Läufern. Interessant noch, dass der Halbmarathon mehr als viermal so viele Finisher (5.900) aufwies als die klassische Distanz (1.300).

 

I I I     Der schönste (nicht nur vom Wetter her) dieser drei Langstreckenläufe war für mich zweifelsohne der Weiltagweg-Landschaftsmarathon am 19. April. Ich werde deshalb etwas ausführlicher darauf eingehen. Von ARQUE hatte ich einen Freistart ergattern können und mir vorgenommen, diesen Lauf nach dem Motto „Erlebnis vor Ergebnis“ zu bestreiten. Da passte es wunderbar ins Konzept, dass sich auch eine Frauenstaffel der TuS Hornau unter dem Namen „Taunusbienen“ zu einer Teilnahme verabredete. Auf mein Angebot, als Begleiter zu fungieren, sind die Vier tatsächlich eingegangen und so traf ich deren Startläuferin Sandra Golde bei noch frischen Temperaturen am Start in Arnoldshain. Sie hatte sich den härtesten Abschnitt ausgesucht, mit 160 Höhenmetern auf den neun Anfangskilometern. Mit einer großen Energieleistung hat sie sich auf den „Pferdskopf“ hochgekämpft und danach die Staffelnummer weitergegeben an Traude Abshagen. Jetzt begann eine rasante Aufholjagd. Mehrere andere Staffeln, aber auch zahlreiche Einzelstarter konnten ein- und überholt werden. Immer wieder mussten Steigungen überwunden werden um danach auf den Gefällstrecken das Tempo wieder zu steigern. In gleicher Weise fortgesetzt hat sich der Wettkampfverlauf nun mit Uschi Köppe, der Dritten des Staffelquartetts. Läufergruppe um Läufergruppe konnte bei jetzt immer sonniger werdendem Frühlingswetter aufgelaufen werden. Abgelöst wurde sie nun von Sandra Westenberger. Sehr couragiert und mit großem Kämpferherzen eilte sie mit mir die letzten etwa 10 km dem Ziel in Weilburg entgegen. Dort warteten schon ihre drei Staffelpartnerinnen, um gemeinsam die letzten gut hundert Meter des Zieleinlaufes zu genießen. Erschöpft aber glücklich konnte sich das Team über die respektable Leistung und das Erreichte freuen (und ich mit ihm). Das unterstreicht auch die erzielte Zeit von 4 Std. 12 Min, d.h. im Durchschnitt wurden pro km weniger als sechs Minuten benötigt. 

Damit ist es mit dem „Burgläufen“ für dieses Jahr noch nicht getan, schließlich steht ja noch die „Altdeutsche Meile“ rund um die Eppsteiner Burg am 25. Juni an.

Als weitere läuferische Höhepunkte habe ich in diesem Jahr noch eingeplant den 5-Etappen Brüder-Grimm-Lauf (Hanau > Steinau) und Ende Oktober den Klassiker von Marathon nach Athen.

All dies ist selbstverständlich nicht ohne entsprechende Vorbereitung und regelmäßiges Training durchführbar. Große Unterstützung erfahre ich dabei bereits seit einigen Jahren durch die Laufabteilung der TuS Hornau, der ich an dieser Stelle meinen herzlichen Dank ausspreche. Die angebotenen Lauftermine (Di, Do, Sa und So) am Reis nehme ich nach Möglichkeit gerne wahr und die kompetenten Hinweise und kameradschaftliche Atmosphäre möchte ich auch nicht missen.   

Von Heinz Unbehaun

 

 

Nikolaus im Wald gesichtet – 6.12.2009 

 

Einmal im Jahr lädt die Laufabteilung der TUS Hornau alle ein, ob alt oder jung, Oma, Opa, Mama, Papa mit und ohne Kinder(-wagen).

In Form einer leichten Familienwanderung oder in den sportlicheren Varianten als Walkingstrecke oder als netter Sonntagslauf waren dieses Jahr fast 200 Teilnehmer gekommen, um im Wald zwischen Königstein und Ruppertshain den Nikolaus zu treffen.

 

Dort mitten im Wald haben Tische und Bänke in einem warmen Zelt zum Verweilen eingeladen. Warme und kalte Getränke,  heiße Würstchen und ein äußerst leckerer kroatischer Eintopf direkt von der Feuerstelle versorgte die Teilnehmer, während der Nikolaus an alle Kinder Süßigkeiten verteilte.

 

Besonders gefreut haben sich die Organisatoren, dass dieses Mal der Nachbarverein aus Fischbach die größte Teilnehmergruppe stellte. So konnte der SV Fischbach noch im Wald den Pokal entgegennehmen.

 

Wieder am Vereinsheim angekommen, war die Gaststätte des Vereins für alle Teilnehmer/-innen geöffnet, um in gemütlicher Runde noch einmal die 11 km Revue passieren zu lassen.

 

„Ein ganz besonderer Dank geht an unseren Nikolaus“, so die erste Vorsitzende der Laufabteilung, Monika Hilkert-Hübner, denn Heinrich Ruckelshaußen alias Nikolaus der TUS Hornau übernahm auch in dieses Jahr diese Rolle und das bereits über 30 mal.

 

Uwe Wagner

 

16.08.2009: Bericht vom Krombach-Hero      
Von meinem Vereinskollegen  Hans Jürgen Hajek habe ich vom 1. Krombach-Hero erfahren, einem Triathlon, 0,5  20  5  und ich habe mich spontan entschlossen, dort teilzunehmen. Die geplante Bergtour, (der Jubiläumsgrat) musste wegen Gewittergefahr ausfallen.

Ausgangspunkt war die Großsporthalle in Driedorf. Dort habe ich Hans-Jürgen und Jutta überrascht, denn ich habe nicht gesagt, dass ich komme. Die Meldegebühr von 12 € für eine solche Veranstaltung ist sicherlich äußerst günstig.

Es waren nach meiner Meinung schon sehr viele Triathleten dabei, alle hervorragend ausgestattet. Man sah viele sehr gute Rennräder, nur einige wenige Mountain-Bikes bzw. Trekking-Räder. Sehr viele Teilnehmer mit spez. Triathlon-Badeanzügen, spez. Helme mit Spoiler etc. Hans-Jürgen und ich dachten, na ja, bei so vielen Profis werden wir dann irgendwie am Ende ankommen.

Nach der Wettkampfbesprechung ging es dann mit dem Rad zur Krombachtalsperre. Es mussten 500m Schwimmstrecke zurückgelegt werden. Ich stand mit einigen wenigen ohne Neo am Start.  Es war ein Dreieckskurs um 2 Bojen herum zu absolvieren. Jedem Starter wurde die Startnummer auf die Oberarme geschrieben und nun standen 125 Schwimmer am Ufer und warteten auf den Startschuss.

 Die Wassertemperatur betrug 21°. Es war ein ganz schönes Gewimmel von Leuten und man hat auch den ein oder anderen Schlag versetzt bekommen. Wir standen mit ca. 130 oder mehr Leuten am Ufer. Nach dem Startschuss stürzten sich alle in die Fluten und los ging es im Pulk zur ersten Boje. Die schnellen Schwimmer waren alle vorneweg und ich war die ganze Zeit mit ca. 10 Leuten zusammen, die alle das gleiche Tempo geschwommen sind. Es war eigentlich ein sehr schönes Gefühl in einem solchen Pulk mitzuschwimmen. Ein paar Fußtritte hat man abbekommen, aber ok. Ich kann eben nur Brustschwimmen und entsprechend schlecht war auch meine Schwimmzeit. 13.20  92. Platz. Wir waren sicherlich nicht die letzten, die aus dem Wasser kamen.

 Nun ging es zur Wechselzone und zum Radfahren. Da ich kein eigenes Rennrad habe, hat mir mein Vereinskamerad  Marko Strott von abgehts09 freundlicherweise sein hochwertiges Triathlonrad ausgeliehen. Jetzt war ich natürlich sehr gut ausgestattet und man konnte so richtig schön Tempo fahren, weitaus schneller als mit dem Mountain-Bike und so sind die 20 KM sehr schnell vorbeigeflogen. Ein Rundkurs mit 2 heftigen Steigungen musste 3x durchfahren werden. Hier war ich schon wesentlich schneller als beim Schwimmen, 48:12   48.Platz.

Also nun noch zum Laufen, schnell gewechselt und die 5 KM wurden abgespult. Es war sehr bergig und auch drückend heiß. Aber es lief eigentlich ganz gut. 25.48   50.Platz und so kam ich in der Zeit von 1.27.20 als 59.Gesamt ins Ziel. Ich war für mein Teil sehr zufrieden. 

Hans-Jürgen war mit seinem Mountain-Bike unterwegs, da hat man natürlich einen großen Nachteil gegenüber den Rennrädern, denn der Rollwiderstand ist wesentlich größer. Auch die Laufstrecke mit der enormen Steigung und die Hitze machten Hans-Jürgen zu schaffen. Normalerweise ist er wesentlich schneller und so kam er in der Zeit von 1.44.32 ins Ziel.

Es war eine sehr schöne und gut organisierte Veranstaltung und wir sind inzwischen beide vom Triathlon infiziert. Das Problem Schwimmen müssen wir halt noch in Griff bekommen. Im übrigen ist der Westerwald immer einen Ausflug wert, gerade die sehr idyllische Umgebung der Krombachtalsperre oder auch der anderen Seen haben einen sehr großen Erholungswert und sind nicht so überlaufen.


Meine Gesamtzeit war 1.27.20  13,2 Schwimmen, 48,12 Rad und 25,48 Lauf

Lothar Fritz

Laufbericht zum Uelversheimer Weincup  Marathon-Staffellauf 2009

 

Wir haben uns durch unseren gemeinsamen Bekannten Heinz zusammengefunden und eine 4er Marathonstaffel gebildet. Michal Hammes, Lutz Böttcher, Heinz Unbehaun und Lothar Fritz.

Für mich war es die erste Marathonstaffel überhaupt, die anderen 3 waren schon öfters dabei und haben die entsprechende Erfahrung. Wir waren einheitlich mit gelben Arque-Shirts ausgestattet und gingen als Team „Arque-Kelkheim“ an den Start.

 

Unser Ziel war auf jeden Fall unter 3 Std. Ich wusste, es wird sehr hart werden, denn man muß kurze Strecken sehr schnell laufen und ich bin nur längere Strecken gewöhnt. Deshalb hatte ich schon ein etwas mulmiges Gefühl im Bauch. Dann sind wir am 23.5. Samstag nachmittags bei bestem Sommerwetter und viel Sonnenschein nach Uelversheim, einem kleinen verträumten Weinort in Rheinhessen, südlich von Nierstein gefahren.

Um 17 Uhr war Start und wir waren bereits um 16 Uhr vor Ort. Was mich verwundert hat war, dass kaum Läufer da waren, wie bei anderen Veranstaltungen. Und es war leider eine sehr geringe Beteiligung. Nur 18 Teams gingen an den Start. Wir holten  die Startunterlagen ab, der Wettkampf  war sehr preiswert, nur 25 € Beitrag für jedes Team. Das bei der einer sehr guten Organisation und Verpflegung..

 

Dann liefen wir schon einmal zum ersten Aufwärmen die 1500 m Runde ab. Sie geht  mitten durch das kleine Weindorf und hat auch zwei Steigungen dabei. Um 17 Uhr ging es dann los und Michael, unser stärkster Läufer hatte den schwierigsten Teil übernommen, denn die 1. Runde musste 13/4 mal durchlaufen werden, dann kamen Lutz, Heinz und ich sollte den Schlussläufer machen.So lief dann abwechselnd  jeder seine Runde von 1500m  mit hohem Tempo durch. Insgesamt sieben mal mit jeweils ca. 18 min Erholungspause, also eine Art Intervalltraining unter Wettkampfbedingungen.Michael lief die Runden in Zeiten von ca. 5.20-5.30min, Heinz, Lutz und ich liefen um die 6 min. bis 6.20.

 

Der Lauf hat Spaß gemacht, teilweise haben die Zuschauer in den Gärten gesessen, haben gegrillt und man wurde ständig angefeuert. Es war insgesamt sehr kurzweilig. Es wäre halt schöner, wenn mehr Läufer dabei gewesen wären. Wir standen oder saßen oder lagen an der Wechselzone und man hat sich gegenseitig angefeuert. Es war eine tolle Stimmung, es gab jede Menge Verpflegung: Cola, Tee, Iso, Wasser, Bananen, Äpfel, etc.

 

Sehr spannend war der Wettkampf  um den Gesamtsieg , die Hechtsheimer und ein Jugendteam der Rennschnecken haben sich einen packenden Zweikampf an der Spitze geliefert, schließlich haben die Rennschnecken gewonnen, in einer Zeit von ca. 2.30.

 

Wir lagen zuerst auf dem 7. Platz, sind dann aber auf den 8. Platz zurückgefallen und haben aber durch konstante Rundenzeiten diesen Platz festigen können.Nachdem ich als Schlussläufer die letzte Runde gelaufen bin, sind wir dann alle Vier von der Wechselzone zum Ziel ca. 200m gelaufen mit einer Endzeit von 2.51.57.

 

Da waren wir natürlich alle sehr stolz und zufrieden, schließlich stellten wir mit einem Gesamtalter von 225 Jahren das älteste Team. Den Streckenrekord hält  Waldstraße Wiesbaden mit 2.10 h.

 

Klar, dass wir nach dem Duschen noch einige schöne Weißbier getrunken haben. Bei der Siegerehrung erhielt jeder Läufer eine Flasche Wein und eine Urkunde.

 

Abschließend möchte ich sagen, dass es eine sehr schöne Veranstaltung war, die aber eine größere Beteiligung verdient hätte. Früher waren Teams von Eppstein, Hattersheim, Passtschon und weiteren großen Vereinen dabei, aber diesmal war die Beteiligung wirklich sehr dünn. Aber es hat uns als Team viel Spaß gemacht und vermutlich wird auch im kommenden Jahr Arque-Kelkheim wieder am Start sein.

 

24.5.09     Lothar Fritz


Wer eine Marathonreise tut, hat auch was zu erzählen
 New York City Marathon 2008.

Aus Zeitgründen habe ich zwei geplante Reisen miteinander verbunden. So kam unsere Tochter endlich zu ihrer Konfi-Reise und ich konnte mir den Wunsch New York City Marathon erfüllen. Nachdem ich bereits vielfach den 1. Sonntag im November am TV verbracht hatte, stand 2007 fest, ein Jahr später in New York an den Start zu gehen. Aufgrund der guten Marathonzeit, erzielt in Frankfurt 2007, stand einer direkten Qualifikation nichts mehr im Wege. Somit konnte ich, frei von allen Reiseveranstaltern, eine Individualreise planen. Getreu dem Motto, der frühe Vogel fängt den Wurm, waren die wichtigsten Dinge bereits Anfang des Jahres erledigt, stressfreier Direktflug und (für New York preiswertes) Hotel gebucht sowie die Anmeldebestätigung für den Marathon "im Sack".

Für die eigentliche Reise und Planung der Sightseeing Tour war weitgehend meine Tochter zuständig. Das restliche Rahmenprogramm war mit Shopping gut gefüllt.

Die läuferische Marathonvorbereitung war aufgrund einer langen mit diversen Triathlonversuchen gespickten Saison nicht unproblematisch und immer wieder von muskulären Problemen geprägt. Noch nicht einmal die lockeren Joggingtouren zum Abschluss im Central Park waren frei von kleinen "Zipperlein's".

Auch 4 straffe Tage Sightseeing mit den Highlights Rockefeller Center, Museum of the Modern Art, Lower Manhatten, Staaten Island, Midtown Manhatten und Central Park mit vielen Kilometern Fußmarsch pro Tag hatten deutliche Spuren in den Beinen hinterlassen. Zudem ließen sich bei Shoppen wegen des fallenden Eurokurs auch nicht nur Schnäppchen an Land ziehen - anyway.

Für den Samstag war aber, abgesehen von der Treffpunkt-Begehung, Packen, Power-Relaxen mit viel Beinpflege, nur noch die Nudelparty im legendären "Tavern on the Green-Restaurant in der Nähe des Ziels im Central Park angesagt.

Dieses Event für schätzungsweise 20.000 Leute, natürlich typisch amerikanisch aufgezogen, hatten die NYRR(New York Road Runners) gut im Griff. Es gab viel und gut Angerichtetes, allerdings auch für viel Geld (25 $ für Gäste). Den Abschluß und die richtige Einstimmung auf den Marathon bildete dann ein riesiges, fast 20 minütiges Feuerwerk.

Obwohl dies bereits mein 14. Marathon sein sollte, war die Nacht vor Aufregung doch sehr kurz. Aber das ist eben der Kitzel der individuellen Planung. Wer bereits in New York am Start war weiß, dass 1-2 Stunden weniger Wartezeit in Fort Wadsworth in morgendlicher Kälte (4°C ohne Sonne) bedeuten. Alles hat bestens funktioniert und die vorletzte Fähre anstatt des eigentlich vorgeschriebenen Busses zu nehmen, war die richtige Entscheidung. Die Fähren sind riesengroß und keiner kontrolliert die Mengen von Läufern.

In dieser verbleibenden letzten Stunde habe ich dann versucht, so gut es geht, warm zu bleiben und es tunlichst sein lassen, auch nur eines der Kleidungsstücke, die später Bedürftigen zu gute kommen, abzulegen. Die dann steigende Sonne hat uns kurz vor dem Start noch etwas erwärmt. Aufgrund der Startnummergruppe blieb es mir leider versagt über die längste der insgesamt 5 Brücken, die Verrazano Narrows Bridge zu laufen. Leider musste ich die untere schattige und windige Passage nehmen. Auch von der Startzeremonie hat man da unten nur wenig mitbekommen.

Dadurch konnte ich mich aber viel besser auf mich, meine Kleidung und den Start konzentrieren. Sobald der nächste Wohlfühlgrad erreicht war, habe ich gleich begonnen, mich wie eine Zwiebel zu schälen (Mütze, Handschuhe, 1.+2.Shirt) und war dann ab km 12 in gewohnter Läuferkleidung unterwegs.

Bereits ab Meile 4 war in Brooklyn Genuss pur angesagt, viele Zuschauer, ein bestimmt 50-stimmmiger Kirchenchor, dann Queensboro Bridge, an der mich meine Tochter leider um 2 Minuten verpasst hat, 1.Avenue, Harlem, Upper Eastside und  zum Schluß der Central Park. Nur in den kurzen Passagen von Queens (holprige Wege), kurz vor und in der Bronx war es nicht so prickelnd. Das hat man aber bei fast keinem Stadtmarathon, dass die gesamte Strecke von Zuschauern gesäumt ist.

Am Ende, wie geplant das Foto-Shooting am Eingang zum Central Park und der einmalig prickelnde Zieleinlauf nach 2:53:47 h.

Auch die nackten Zahlen im Nachhinein betrachtet, sind zufriedenstellend:

Gesamtplatz 559, Altersklasse 96., 13. unter den deutschen Läufern und das bei insgesamt 37874 Finishern.

Wenn dieser Lauf nicht mit einer so aufwendigen Anreise und nicht unerheblichen Kosten verbunden wäre, könnte man sagen – eine Wiederholung lohnt sich immer.

Aber als einmaliges Event würde ich es jedem "Laufverrückten" empfehlen.

 

Uwe Martin, 04.11.08   


Ausflug der Läufer der TuS-Hornau nach Jena/Thüringen

Die Läuferinnen und Läufer der TuS Hornau/Abteilung Langlauf machten sich am Wochenende vom 17.-19. Oktober zu ihrem diesjährigen Sportausflug nach Jena auf.
Damit wurde eine Tradition fortgesetzt, die die Läufer der TuS in den vergangenen Jahren immer wieder mit einer größeren Gruppe zu Laufveranstaltungen außerhalb Hessens und Deutschlands führt. Mehrfache Teilnahmen beim 100 km-Lauf in Biel(Ch), dem Swiss Alpine (CH), dem Lauf am Wolfgangsee (AUT), dem Kyffhäuser Berglauf und dem Rennsteiglauf stehen da zu Buche.

Also gab es nicht nur Jena und seine 7 Wunder, mit Sehenswürdigkeiten wie Schillers Gartenhaus, Goethe-Gedenkstätte, Jentower, Carl Zeiss Planetarium, Botanischer Garten etc. zu erkunden.

Für Samstag den 18. Oktober 2008 hatte Uwe Martin, stellv. Abteilungsleiter, auch ein läuferisches Event mit einem besonderen Charme ausgesucht, den 32. Jenaer Kernberglauf. Für ihn selbst war es bereits die 10. und zugleich erfolgreichste Teilnahme.

Mit über 1.200 Teilnehmern ist der Lauf in Thüringen sowohl sportlich als auch, was den landschaftlichen Reiz anbetrifft, gleich hinter dem „großen Bruder“ Rennsteiglauf einzuordnen. Die Keimzelle beider Läufe war die gleiche – die Universität Jena.

Der Kernberglauf bietet Distanzen von 5, 15 und 27 Kilometern, sowie eine Wanderstrecke an. Die Laufstrecke führt fast vollständig durch unter Naturschutz stehende Landschaft auf die Kernberge rund um Jena, mit markanten schroffen Muschelkalkhängen.

Die sehr abwechslungsreiche Streckenführung quert Wiesen, führt an Berghängen – den sogenannten Horizontalen entlang und durchquert den bereits herbstlich gefärbten Wald. Auch das Wetter spielte für die Läufer mit. Nach morgendlichem Nebel und frischen 5° C setzte sich bis zum Start die Sonne mehr und mehr durch und machte den Lauf bei angenehmen 12 Grad für die meisten Teilnehmer zu einem angenehmen Erlebnis. Dabei mussten beim 27 km-Lauf über 400 Höhenmeter und auf den 15 Kilometern ca. 250 Höhenmeter überwunden werden. Die Strecke bietet  auf oft schmalen Pfaden einzigartige Ausblicke von den steilen Berghängen hinab über die Stadt Jena und das Saaletal.
Auch die 8 Nordic Walker wurden vom Veranstalter herzlich willkommen geheißen und bereits 1 h vor dem Laufstart mit Wanderkarte auf eine fast vollständig markierte 15 km Runde durch die Kernberge begleitet. Zum Zieleinlauf der Teilnehmer der Hauptläufe waren sie wieder rechtzeitig am Sportstadion zurück.

Dort kamen dann auch die elf TuS-StarterInnen erschöpft aber glücklich von den Kernbergen zurück und wurden mit guten Altersklassenplatzierungen (1x 1., 3x2., 1x4., 1x6.) belohnt. In der ebenfalls ausgeschriebenen Sondermannschaftswertung fehlte am Ende 1 Pünktchen (oder 12 Sekunden), um mit aufs Treppchen steigen zu können.

Das war dann allerdings nur noch eine Randnotiz, als am Abend die Erfolge in der überraschend guten Restaurant- und Kneipenlandschaft der Universitätsstadt 2008 gefeiert wurden.

Eine rundum gelungene Veranstaltung, die sicherlich eine Wiederholung erhalten wird, so der Tenor aller Beteiligten. Der Vorstand wird es in die Planungen für die kommenden Jahre sicherlich einfließen lassen. Also machen wir weiter nach dem Motto:

„Laufen, genießen, Spass haben und neue Landschaften und Strecken kennenlernen….“

 


Uwe Martin beim Tegernseeer Tal Tri-"Aqualon" (13.07.08)

Der zweite Saisonstart auf der olympischen Distanz war für den Tegernseeer Tal Triathlon geplant.

Alles war bestens vorbereitet und in den Bayern-Urlaub integriert. Aus Transportgründen (leider passen nur 4 Räder auf meinen Radträger am Auto) wurde das Mountainbike triafähig umgebaut. So wurden Slicks aufgezogen (Dank einer Leihgabe von Alois - einem Laufkollegen aus BS - hat echt guten Speed gebracht!) und der Tria-Aufsatz montiert.

Nur das Wetter wollte partout nicht mitspielen. Bereits Tage vorher war Dauerregen avisiert. Leider ist es dann auch genauso eingetreten. Zum Glück war es morgens am Start halbwegs trocken. So konnte man sich wenigstens noch umziehen und die Sachen in der Rad-/Lauf-Wechselzone dank der selbst mitgebrachten Tüten (die am Abend vorher von der Tasche zur Tüte um umpräpariert wurden) regensicher ablegen. Dann ging es mit dem Bus auf die gegenüberliegende Seeseite zum Schwimmstart. Es sollte endlich mal ein zufriedenstellendes Neo-Schwimmergebnis (unter 30 min) her. Aber weit gefehlt. 2/3 der Teilnehmer waren sofort weit weg und ich, dadurch frustriert, bin nicht in einen gleichmäßigen Schwimmrhythmus gekommen. Dabei war der Kurs so einfach, nur gerade über'n See, ohne Bojen zählen und kreuzen. Schwimmen bleibt also weiterhin mein großes Manko. Das Wintertraining lässt bereits grüßen. Mit dem Wechsel aufs Rad setzte dann der angekündigte Dauerregen ein, der von Minute zu Minute stärker wurde. Machte mir als Freiluftsportler bei erträglichen 16 ºC auf meinem MTB wenig aus. Schön vorsichtig durch die Kurven des Mehrfachwendekurses und bergan immer Anschlag. Nach nur 38km und einigen Überholungen, lief das Wasser schon wieder aus den Schuhen. Also zurück in der Wechselzone und nochmals in trockene Socken und Schuhe gewechselt. Dann ab zum Laufen mit einer 40'er Zeit im Visier. Aber auch die Laufstrecke war, wie bereits der Radkurs, nicht ohne. Ca. 100 Hm waren bis km 6 zu bewältigen. Da keiner unter 40 min gelaufen ist, war es wahrscheinlich auch erheblich weiter, als die ausgelobten 10km.
Nach knapp 2,5h hat mich dann die Family im Ziel in Empfang genommen. Auch die war inzwischen gut "aufgeweicht" und froh, dass ich endlich da war. Vielen Dank auch an Frau + Kids für die optimale moralische Unterstützung.

In Anbetracht der Schwimmleistung und des Handicaps Moutainbike war ich mit Platz 11 in der AK und 55. gesamt mit 2:29:53h total zufrieden. Das Riesen-Kuchen- und Getränkebuffet konnte ich nur eingeschränkt genießen, wurde es doch recht schnell kühl. Also schnell die wassergetränkten Reste aus der Wechselzone geholt (selbst der Tacho war "abgesoffen") und die einzige halbwegs trockene Stelle, das Festzelt aufgesucht und "trockengelegt". Schade, dass das Relaxen und die Partystimmung nach dem Wettkampf ebenfalls dem Wetter zum Opfer fielen. Ansonsten ist die Veranstaltung top organisiert (12. Veranstaltung), aber gegen so viel Wasser gibt es kaum Gegenmittel. Nach ca. 30 ºC im letzten Jahr, gibt es die bestimmt auch in 2009 wieder. Da bin ich voraussichtlich aber nicht in Bayern.
Sollte es noch mal in den Terminkalender passen, wäre das eine Veranstaltung, die sich lohnt.


Wanderung zur Alpenvereinshütte Januar 2008, Bericht von Uwe Wagner.

Man muss keine Stunden für den Weg in die Alpen unterwegs sein, um in einer Hütte des deutschen Alpenvereins zu übernachten – dies bewies die Abteilung Langlauf der TUS Hornau am letzten Wochenende. Die 25 Läuferinnen und Läufer hatten sich zum Ziel gesetzt, im Haus des Deutschen Alpenvereins in Oberreifenberg das Nachtquartier aufzuschlagen. Start war in Königstein, wo man über Falkenstein in Richtung Fuchstanz über traumhafte Naturwanderwege den kleinen Feldberg ansteuerte. Dabei waren Teile der Strecke den Teilnehmern durchaus bekannt, führen doch auch einige Trainingsstrecken der TUS Hornau für die Vorbereitung anstehender Wettkämpfe durch den Hochtaunus. Besonders hervorzuheben ist eine kleine Oase mit einer Quelle in der Nähe des Fuchstanzes, die im Sommer als Erfrischung immer gerne in Anspruch genommen wird. Nach 2 Stunden war dann das Alpenvereinhaus erreicht. Interessant war die unterwegs durchgeführte Einführung in die Kompasslehre; ein Läufer, der Erfahrungen auch im hochalpinen Gelände hat, zeigte anhand eines klassischen Kompasses, als auch mit Hilfe eines modernen GPS-Gerätes für den Einsatz im Gebirge, wie man sein Ziel optimal findet. Es bleibt noch festzuhalten, dass nach einem gemütlichen Abendessen, bei dem alle 25 Läufer und Läuferinnen auch zum Kücheneinsatz kamen, und einer kurzen Nacht im Bettenlager der Rückweg am Sonntag angetreten wurde. uw


36. Internationale Lauf "Rund um den Wolfgangsee" vom 19.10. - 21.10.2007 ein Bericht von Harald Horvath

Diesen Lauf wird so schnell niemand der 20 Starter/innen im 27- und 10 km Lauf aus seiner Erinnerung streichen können.
Es war nicht irgend ein Lauf - Es war ein Rennen, geprägt vom Wintereinbruch, wie es in der 35 jährigen Geschichte des Wolfgangseelaufes noch nie da gewesen war.

Viele hielten eine Durchführung des Laufes, nach den Schneefällen von Freitag, Samstag und Sonntag, für nicht realisierbar.
Aber eine Schneeräumung und Salzstreuung kurz vor dem Start und eine Sicherung der Bäume machten das Rennen, trotz 30 cm Neuschnee am Falkenstein, möglich. Selbst eine Ersatzbrücke über den zinkenbach wurde von den Gemeinden in nur zwei Tagen errichtet. Die Läufer/innen bedanken sich bei den rund 500 freiwilligen Helfern für ihren Einsatz.

Nicht nur die Kenianer können den Schnee zum Schmelzen bringen, sondern auch die Läufer/innen der TuS-Hornau.

Alle waren sich sicher, dieser Lauf war schon etwas Einzigartiges, auch wenn sich die Prognose von Bruno Stecher  auf Schönwetter und Aussicht auf die Bergwelt nicht bewahrheitet hat.


Jahresausflug der Tus Hornau Abteilung Langlauf-Lauftreff ein Bericht von Harald Horvath

Unser Jahresausflug am 8./ 9. September 2007 für 42 Mitglieder der Abteilung unter Führung von Monika Hilkert – Hübner mit Ihrem Mann Thomas sollte  ein Erlebnis werden. Mit einer Busfahrt hatte Monika unser Ziel nach Belgien verlegt . Mit Brügge am 1.Tag wurden wir schon mit einer Stadt mit Weltkulturerbe in den Bann gezogen. Nach einer Kanal-Fahrt und einer Stadtbesichtigung waren wir geschafft, aber Monika  hatte noch ein Extra und mit einem wunderschönen Abend beendeten wir den 1.Tag.

Nach dem Frühstück und dem Sonntagmorgen-Einkaufspaziergang führte der Busfahrer uns noch nach Brüssel wo wir noch einen besonderen Nachmittag erleben durften .

So wurde dann bei der Heimfahrt festgestellt wie viele Vorteile es hat in einem Verein wie die Tus Hornau mitzuwirken und auch nach viel Arbeit (Laufveranstaltungen wie Pfingstlauf Kelkheimer Halbmaraton Nikolauslauf) die schönen Seiten zu Erleben.


Von Sportanlagen, Streckenposten und Sättigungsbeilagen ein Bericht von Heidi Schmitt

Heute ist der Tag der Superlative. Nicht wegen der Laufergebnisse, die kann man ja früh morgens noch nicht ahnen. Aber es gibt genügend andere Dinge, die in Kelkheim Hornau unübertrefflich sind. Zum Beispiel gibt es dort die schönste Sportanlage der Region mit dem kuriosesten Namen.

Es ist nämlich die Sportanlage "Am Reis". Und das, obwohl die hiesige Vereinsgastronomie keine asiatische, sondern – sagen wir – globale Küche bietet. Wer oder was "der Reis" ist, habe ich auch nach vielen Starts in Hornau nicht erfahren und so weht ein gewisses Mysterium über dem Ort. Außerdem gibt es hier den reizendsten Streckenposten Deutschland. Er steht jedes Jahr an der selben Stelle bei km 10 bzw. kurz vor dem Ziel. Wenn es ihn überkommt, läuft er schon mal neben den Läufern her, ausgerüstet mit einem wahren Wörterbuch an aufmunterndem Vokabular.

Als wir uns also rund um die schönste Sportanlage der Region mit dem kuriosesten Namen einlaufen, treffen wir den reizendsten Streckenposten Deutschlands. Bereits jetzt wacht er darüber, dass über seinem Streckenabschnitt gutes Karma weht. Dafür schneidet er noch rasch ein paar Brennessel mit einer Gartenschere ab – nicht dass am Ende ein Läuferbein Schaden nimmt.

Wer so umsorgt wird, hat nichts zu befürchten. Selbst dann nicht, wenn es regnet und das Streckenprofil des ausgeschriebenen Zwanzigers zweimal einen giftigen langen Anstieg von über zwei Kilometer Länge aufweist. Bei mir sind ein Bekannter und mein Trainingspartner. Das heißt, im Augenblick sind sie gerade nicht bei mir, weil sie vor dem Start mehrfach das machen, was hier alle Läufer machen: sie stehen am Baum. Männer haben es einfach. Ich muss zum Glück nicht und hüpfe ein wenig nach rechts und nach links und dann wieder nach rechts. Dauernd knallt es, weil ständig irgendetwas startet. Wir sind zuletzt an der Reihe. Das Feld ist klein. Normalerweise laufen hier etwa 100 Menschen den Zwanziger, heute scheinen es doch einige weniger zu sein. Ich schmeiße noch eine Runde der neuesten Innovation meines Ernährungsgurus Dr. Feil: Die Gel Chips von Ultra Sports (wegen ihrer eigenwilligen Konsistenz auch "Frosch" genannt) gibt es jetzt auch mit Weizenbiergeschmack. Mir ist es ganz egal, ob das gut schmeckt: hier muss die Idee belohnt werden. Wer Marshmellows mit Hefearoma anbietet, der traut sich was. Wir stopfen uns die Frösche in die Taschen und los geht’s.

Die Strecke führt durch Feld, Wald und Wiese (mit Betonung auf Wald) und sie ist anspruchsvoll, aber schön. Ich laufe mit meinem Bekannten, während mein Trainingspartner vornewegfegt. Das kleine Feld ist wie entfesselt und zieht ungeheuer. Dabei dräut bereits bei km 2 das erste Mal der Anstieg.

Der Regen, der auf uns nieder geht, ist sehr fein, fast ein Regenstaub. Er stört überhaupt nicht. Eigentlich müsste ich froh sein, dass die hohen Temperaturen der letzten Tage Vergangenheit sind, aber mir fehlt die Sonne. Mental ist mir nicht so dumdideldum, wie sonst. Der Anstieg lässt sich ganz gut machen, aber das ist beim ersten Mal auch keine Kunst. Das angebotene Wasser ist kalt und mein Magen nölt. Mein Bekannter fragt mich, wie’s mir geht und ich merke: nicht so gut wie ihm. Das Tempo ist in Ordnung, aber leicht wird es heute nicht. Bei Kilometer sieben bestätigt sich mein Verdacht: er zieht ab und weil ich mich lieb habe, lasse ich ihn ziehen. Ich weiß, ich würde es bereuen, mitgegangen zu sein.

Trotzdem ist das ein moralischer Knick. Ich laufe schnell, aber es relativiert sich, weil da vorne jemand schneller läuft. Jemand, der normalerweise so schnell läuft wie ich. Mein sonst sonniges Läufergemüt ist jetzt ein einziger Stratocumulushaufen. Ich freue mich auf den reizendsten Streckenposten Deutschlands, aber auch die Begegnung mit dem freundlichen Herrn im Trainingsanzug holt mich nicht aus dem Tief. Vielleicht reißt es ja Dr. Feil. Ich knibbele das Papierchen auf und lege den Gel Chip ordnungsgemäß in den Backentaschen ab. Ich hatte Weizenbier gar nicht so süß in Erinnerung. Es schmeckt ein bisschen, als hätte man ein Baiser mit Bier getränkt. Trotzdem glaube ich, dass der Frosch eher ein Läufergeschenk ist, als Vanilleschleim in Alusachets. Gewöhnliches Gel ist wirklich nicht mein Fall. Dr. Feil muss es jetzt richten. Ich laufe leidenschaftslos über Stock und Stein und trample zum zweiten Mal den Anstieg hoch. Es ist gut zu wissen, dass man es nicht ein drittes Mal tun muss.

Am Getränkestand werde ich zwar mit kaltem Wasser, aber so warmherzig empfangen, dass ich die Dame mit dem Plastikbecher fast zur reizendsten Wasserentgegenhalterin Deutschlands wählen würde. "Nur noch vier Kilometer" sagt sie milde und schaut mich dabei an, als wäre ich ein Hundewelpe. Sie hat ja recht. Es ist nicht mehr weit.

Eine spazierende Familie kommt mir im Wald entgegen. "Warum laufen die denn alle so schnell?" fragt der etwa Vierjährige seine Mutter. Aber weil ich so schnell laufe, kann ich nicht mehr hören, was sie anwortet. Schade. Hätte mich interessiert, warum ich so schnell laufe. Noch einmal geht es ein bisschen bergan. Noch einmal steht da mein Streckenposten. Mit ernsthaftem Ausdruck schaut er mir direkt ins Gesicht. "Ja" sagt er, "das war super. Jetzt nur noch durchbeißen." Tatsächlich muss man auf den letzten Wurzeln auf dem schmalen Waldpfad immer noch etwas beißen, aber man riecht schon den Stall. Ich watze um die Kurve und ins Ziel. Die Zeit: 1:45:10. Das ist nicht legendär, aber völlig in Ordnung. Meine Bestzeit auf der Strecke liegt eine Minute darunter. Also kein Grund zu hadern.

"Am Reis" wird traditionell Wurst gegrillt und so trotzen wir dem Regen und genehmigen uns das volle Programm: erst Wurst, dann Kaffee und Kuchen. Wir alle sind Helden: mein Trainingspartner und eine Bekannte werden Sieger ihrer Altersklasse und bekommen gruselige Pokale. Ich werde Zweite, dank der Gnade der weiblichen Geburt – in meiner Altersklasse waren nur drei unterwegs. Mein Bekannter landet dagegen mit seiner großartigen Zeit nur im Mittelfeld. Nun ja. Frauen können vor dem Start nicht so einfach an die Bäume gehen, dafür gibt es dann eben den Ausgleich bei der Siegerehrung.

Zuhause angekommen werfe ich mich auf’s Sofa und schlafe sofort ein. Anstrengend war’s.


Abenteuer Kelkheim, ein Bericht von Karin Schließmann

Der Pfingstmontag zeigte sich bereits am frühen Morgen von seiner schlechtesten Seite. Aus schmuddelig-grauen Wolken rieselte der leider angekündigte Regen und machte die Aufgabe, den 20km-Lauf in Kelkheim mit dem Handbike zu absolvieren, nicht gerade einfacher. Schon während meines Telefonats mit TUS Hornau war ich auf die Schwierigkeiten der Strecke hingewiesen worden, erhielt jedoch, trotz Skepsis des Veranstalters, die Zusage.

So ging ich dann auch hochmotiviert fünf Minuten vor dem Läufer-Feld an den Start, hatte jedoch bereits nach kurzer Zeit  ein kleines Maleur. Nach etwas rasanter Fahrt auf asphaltiertem Gefälle, erreichte ich die anschließende Linkskurve nicht richtig und blieb in einem Feld stecken. Zweie Streckenposten verbauten mir die Möglichkeit adäquat auszuholen, halfen mir jedoch anschließend aus meiner mißlichen Situation. Da mir meine Endzeit relativ gleichgültig war, ärgerte ich mich nicht darüber und setzte meine Fahrt fort. Nach einem Kilometer begann der Ernst des Wettkampfes, denn von nun an mußten schwere, nasse und auch enge Wege befahren werden, die sich teilweise auch etwas steil durch den Wald schlängelten. Das Überwinden hoher Wurzeln, einer steilen Kurve mit sofort folgender glitschiger Steigung förderten die „Lust am Handbike-Fahren“ und ließen mich „voll freudiger Erwartung“ auf den Rest der Strecke blicken. Ich wurde auch nicht enttäuscht, denn nach dem achten Kilometer galt es einen äußerst schmalen Weg zu durchfahren, wobei mein Bike ständig Gefahr lief, umzukippen. Nur durch das weite Grätschen der Beine konnte ich diese Katastrophe verhindern und mich damit weiterhin im Renngeschehen halten. Müde, aber auch stolz erreichte ich Kilometer Zehn und begab mich mit dem Wunsch, den inneren Schweinehund noch einmal zu bezwingen, in die zweite Runde. Diesmal gelang es mir die erste gefährliche Linkskurve problemlos zu meistern. Die nächsten Kilometer schienen jedoch immer länger und die Wege steiler zu werden. Zunehmend fallende Temperaturen, der nun ständige Regen und ein kräftiger Wind kühlten den Körper langsam ab, wodurch die Arme nur noch widerwillig ihren Dienst versahen und ich nur mühsam vorankam. Aber mit starker Willenskraft und meiner Devise, niemals aufzugeben, erreichte ich völlig erschöpft, aber sehr glücklich das Ziel. Als ich später meine Zeit auf der Ergebnisliste sah, habe ich mich herzhaft darüber amüsiert, denn mit 2:09:26 habe ich meine absolut negativste „Bestleistung“ erzielt. Dafür wurde ich auch noch als einzige Handbikerin geehrt; den überreichten Pokal ließ ich flugs im Rucksack verschwinden, da mir diese Situation außerst peinlich war.

Nicht eine Sekunde hatte ich an den Gedanken verschwendet einfach aufzugeben, auch wenn Günter dies erwartet hatte, da er eine Runde gelaufen war und ihm daher die 20km für mich und mein Bike zu schwierig erschienen. Sicher, er hatte recht damit, aber ich wollte vor mir selbst bestehen und zeigen, wozu behinderte Menschen fähig sein können.

Günter und einigen anderen interessierten Läufern erklärte ich mein Durchhaltevermögen damit, daß sich diese Strecke absolut nicht für Handbiker eignet und ich ganz bestimmt kein zweites Mal an den Start gehen würde. So wollte ich wenigstens diese Chance nutzen, um zu beweisen, dass diese schwierige Strecke auch mit einem solchen Sportgerät bewältigt werden kann. Das habe ich auch gezeigt und bin mir ziemlich sicher, daß dies kein anderer nach mir versuchen wird, zumal Handbiker normalerweise nur an Straßenrennen teilnehmen.

Dass ich hier an den Start gehen durfte habe ich einem Veranstalter zu verdanken, der sich für alles Neue offen zeigt und keine Mühe scheut, einem „solchen Sportler“ ein faires Wettkampfgeschehen zu ermöglichen.

28.05.2007


Eindrücke von DAVOS ein Bericht von Monika Hilkert-Hübner

Einige Läuferinnen und Läufer der TUS Hornau haben sich auch in diesem Jahre wieder einmal ein Event mit einer besonderen „Note“ zum Laufen ausgesucht. Diesmal war es der

21. Swiss Alpine Marathon Davos am 29.7. 2006.

(4508 Teilnehmer)

Das konnte man nicht so leicht aus dem Ärmel schütteln, daher wurde Wochen vor dem Tag X mächtig trainiert, bis sich Läufer, Walker und Begleitpersonen ( 25 an der Zahl) in die Schweiz aufmachten.

Alpine Davos steht für Gesundheit, Sport und Kultur. Damit gemeint ist die einzigartige Berg- und Kulturlandschaft der Region Davos/Bergün.

Für jeden ob Marathoni, Ultramarathoni, Walker, Halbmarathoni oder 28 km-Läufer ist dies eine „Königsdisziplin“ gewesen.

Zwar erschöpft aber glücklich sind alle von der TUS-Hornau wieder im Ziel in Davos eingelaufen.

Großartig war die Stimmung unterwegs. Für die 3 Läufer des C42 (Hannelore, Walter, Monika) gab es viel Kultur zu entdecken, ebenso für die K21-Läufer und die Walker. Die Strecke war fast identisch, mit dem Unterschied, dass für den C42 der Start in Tiefencastel und für den K21 in Wiesen war. Mit ein paar Aufwärmübungen vor dem Start konnte man sich  einstimmen, bis dann endlich der Startschuss fiel.

Es gab viele Sehenswürdigkeiten auf der Strecke:

  • die Kirche Mistral, älteste und besterhaltendste Kirche des karolingischen Baustils in der Schweiz,
  • das Landwasser-Viadukt, einimposantes Bauwek,
  • Bergün/Filisur, malerische, im Engadinerstil gebaute Dörfer,
  • Monstein, ein idyllisches Bergdörfchen,
  • die historische Zügeschlucht,
  • die „kleine Rote“, der Zug der Rhätischen Eisenbahn nicht zu vergessen, der ab und zu den Weg der Läufer kreuzte.

In der historischen Zügeschlucht war es für die einen nur noch 18km (C42), für die K78 Läufer warten hier noch 55 km.

Der K78, für den sich Erika, Roland und Reinhold entschieden haben, führte von Davos über Filisur und Bergün zur Keschhütte und über den Scalettapass zurück nach Davos. Zum Glück gab es Wegweiser bei der Keschhütte, da konnten sich die Läufer wenigsten an den farbigen Tafeln orientieren bei Regen und Nebel. Dennoch hat die kühle Witterung die Läufer nicht abgehalten, auch nicht der Aufstieg zur Keschhütte 2.632m üM.

Motto des Laufes:

„Ein Kultevent für die Lebensfreude, an dem wir alle noch lange zehren werden..........“

Den Sonntag danach konnte man um so entspannter angehen. Zunächst wurde ausgiebig gefrühstückt und dann mit einem kleinen Sparziergang verbunden , die Käserei unterhalb des Jakobshorn einen Besuch abgestattet und einheimischer Käse probiert.  Für die ganz Gesundheitsbewussten gab es auch noch Molke zu trinken. Besser konnte die Regeneration nicht sein.


Zugspitz Extrem-Berglauf 2006 ein Bericht von Rainer John

16,1 Km 2100 Höhenmeter

Der Name ist Programm !! Als wir uns am Samstag dem 22.07.2006  auf dem Weg machten zum höchsten Berg Deutschlands 2944 Meter wussten wir noch nicht auf was wir uns da eingelassen hatten.
Wir das waren Lothar Fritz, Hans-Georg Fitterer und Hubert Leitermann, sowie ich Rainer John.
Wir hatten uns zwar mit Hubert einen erfahrenen Zugspitzläufer 2005 geholt, der uns auch mit vielen Tips und Infos des Laufes vertraut machte aber los gehts halt doch erst beim Startschuss !

Start in Ehrwald bei 1020m  hoch zur Ehrwalder Alm 1502m gleich steil aufwärts, dann zur Hochfelder Alm 1732m zum Brandjoch 2110m wieder etwas abwärts zur Knorrhütte 2051m dann  hoch nach Sonnalpin 2576m Verpflegung war überall Top !! Trinken & Essen alles bestens ! Dann kam er der “ Letzte Kilometer “ hoch aufs Zugspitzplateau ! Nur noch Alpine Wege extrem Steil und immer mit viel Balance und mit Klettersteigen zum festhalten und hochziehen, endlich nach ca. 1 Stunde war es vollbracht !

Medaille um und dann erst mal ein Weizenbier als Belohnung, war doch gar nicht so schlimm ? Die Herrliche Landschaft und die Umgebung lassen alle Strapazen verblassen. Auch die beiden Blasen an meinen Fersen sind schon wieder verheilt. Danke noch mal an meinen Ersthelfer Hans-Georg der immer Bestens ausgerüstet ist.

Unterkunft in Ehrwald war sehr gut und schön. Ich denke ich werde es noch einmal laufen ohne Blasen an den Fersen ! Die Arbeit ließ mir keine Zeit ( Ein Glück )so das ich wieder mit dem Zug in Richtung Heimat fuhr. Meine Lauffreunde begaben sich noch auf eine Bergtour zum “ Augsburger Höhenweg “ wo sich auch Hans-Georg Landwehrmann anschloss der mit uns nach Ehrwald gefahren war. Aber das ist eine andere Geschichte.

Mittlerweile sind wir alle wieder Gesund zu Hause angekommen.
Bis zum nächsten “ Extremberglauf “.



Jahresausflug 2006 der TuS Hornau Abteilung Langlauf-Lauftreff ein Bericht von Harald Horvath

Am Samstag, den 10. Juni um 07.00 Uhr trafen sich 31 Teilnehmer der Abteilung zum Tagesausflug mit dem Bus.
Unser Busfahrer der Firma Diehl, der uns letztes Jahr auch schon "Gesund und Munter" beförderte, wurde von uns schon als alter Bekannter begrüsst.

Die Vorbereitung für unsere Tagesfahrt hatte auch dieses mal unsere Monika übernommen, da Marko mit einem Triathlon beschäftigt war. Ebenfalls mit von Marko übernommen wurde das Wetter, denn es war ein herrlicher Sommertag.

Unsere Fahrt führte uns diesmal nach Speyer, dass wir nach circa 1,5 Stunden Fahrtzeit erreicht hatten.
Nachdem wir unser traditionelles Frühstück eingenommen hatten wurde die Führung von Monika übernommen und nach einem Fußweg mit erweitertem Rundgang um den Dom besuchten wir diesen und lauschten den Erklärungen über die Geschichte des Doms.

Als zweiten Tagesordnungspunkt besuchten wir das Technikmuseum in Speyer, dessen Besichtigung den Rest des Tages in Anspruch nahm. Als Impressionen schaut Ihr Euch am besten die Bilder unter "Ausflug 2006" an.

Der Ausklang fand in einem altehrwürdigem Lokal mit einem gemütlichen Abendessen statt, wobei einige unserer Teilnehmer noch die Gelegenheit hatten sich den Abend mit einer Rose zu verschönern.

Wir bedanken uns bei allen, die zum erfolgreichen Gelingen dieses Tagesausflugs beigetragen haben und freuen uns schon auf das nächste Jahr.


14. Rund um die Steinmühle Marburg 2006 ½ Marathon am 08.04.06 ein Bericht von Erika Glatz,
Heinz Unbehaun und Monika Hilkert-Hübner


Einige Lauffreunde der TuS Hornau hatten sich vorgenommen mit unserem  Ehrenmitglied Walter Kosuch einen gemeinsamen Halbmarathon in dessen neuer Heimat zu bestreiten. Am Samstag, dem 8. April war es so weit.
Im Marburger Stadtteil Cappel ging es bei noch sehr frischen Temperaturen um 10 Uhr an den Start. Doch mit fortschreitender Wettkampfdauer wurde das Wetter deutlich angenehmer. Die Sonne zeigte sich von ihrer besten Seite und bewies, dass es doch schon Frühling ist, das optimale Wetter zum Laufen. Lediglich der Wind hat die Geschwindigkeit der Läufer manchmal beeinträchtigt. Auch die Zuschauer konnten das angenehme Frühlingswetter genießen und haben die Teilnehmer an der Strecke gebührend angefeuert. In vorbildlicher Weise taten das neben Edith Kosuch auch Helga und Bruno Stecher sowie unser Abteilungsleiter Winfried Klarmann. Kein Wunder, dass wir mit einem kompletten Medaillensatz (Gold, Silber und Bronze) dekoriert die Siegerehrung verlassen haben.

Anschließend waren wir alle eingeladen ins schmucke Domizil von Walter und Edith in Josbach. Bei einer leckeren Nudelparty haben wir unsere Kohlehydratspeicher wieder aufgeladen und dazu hat uns der „Lemberger Rotwein“ ganz hervorragend gemundet. Bei Kaffee und (selbst gebackenem) Kuchen verbrachten wir noch einige anregende Plauderstunden mit vornehmlich sportlichen Themen. Breiten Raum nahm hierbei naturgemäß unsere diesjährige Läuferreise zum Swiss Alpine ein. 

Viel zu schnell verflog die Zeit bis wir alle zufrieden und wohl gestärkt wieder die Heimreise antreten mussten.

 


TuS Hornau Läufer beim Honolulu-Marathon 2005, integrieren Ali in die „ARQUE“ Gemeinschaft.

Welcher verrückte Läufer(in) träumt nicht davon einmal an dem fernen Waikiki Strand die Seele baumeln zu lassen und im richtigen Moment einen Marathon darauf zu setzen. Vier Läufer(innen) derTuS Hornau verwirklichten sich diesen Traum  und schlossen sich kurz entschlossen Ali-Marathon-Reisen an.

Die Läufergemeinschaft kam aus der gesamten Bundesrepublik. Mit unseren Bayern, angeführt von Hans und Gustav über Berlin bis ins Erzgebirge zu Heike und Frank, sowie unsere Nachbarn aus Gründau mit Elke und Günther.
Dabei stellten wir sehr schnell fest, dass man sich bei der organisatorischen Betreuung wie in Abrahams (Ali´s) Schoß geborgen fühlen konnte. Bei der Reise stand nicht zwingend der sportliche Aspekt im Vordergrund, sondern vielmehr das Kennenlernen von Hawaii und die Sehenswürdigkeiten bzw. das Charakteristische des Archipels zu erkunden. Exkursionen zu den verschiedenen Sehenswürdigkeiten wie den Vulkan National Park, die kargen Lavawüsten, der dampfende Regenwald, die tosenden Wasserfälle (Rainbow, Akaka), der botanischer Garten mit seinem Orchideenreichtum, die Schildvulkane (Mauna Loa, Mauna Kea 4.250m) als höchster Gipfel des Archipel mit dem Observatorium und einem unvergesslichen Sonnenuntergang in schwindelnder Höhe, waren Teile seines Angebotes, was man unentgeltlich annehmen oder auf eigene Faust Trainingskilometer bei einer fantastischer Kulisse abspulen konnte. Wir entschieden uns für Ali, jedoch ohne dem sportlichen Gesichtpunkt vollends abzuschwören. Der Strand und das Badevergnügen kamen ebenso zu seinem Recht sowie das Schnorcheln zwischen Schildkröten und bunten Fischen
.

Jetzt aber wurde es ernst. Sonntag 3h45 Ali´s Fahne zeigte uns früh morgens den Weg zum Marathonstart (5 Uhr) und das in fast vorderste Reihe, welcher mit einem grandiosen Feuerwerk gestartet wurde. Wie Ihr vielleicht schon selbst erfahren habt, hat der Marathon seine eigene Gesetzte und die bekam ich sehr schnell zu spüren. Nach ca. 10 km ging es aus der Stadt Richtung Diamond Head, eher eine leichte jedoch stetige Steigung, welche von unseren Walking Teilnehmern (Helga Gutjahr, Helga Stecher und Bruno Stecher) mit Bravour bewältigt wurde. Bei mir (Roland Gutjahr) ging hier schon eine kleine Warnlampe an, welche nicht zu ignorieren war. Jetzt auf die freie Strecke und nichts als Sonne, Asphalt und einer gut gelaunten Läufergemeinschaft von 24.643 Teilnehmer(innen). Ich hätte mir außer kaltes Wasser und Mineraldrinks ein zusätzliches nicht so kaltes Angebot an Versorgung gewünscht. Aber dies hätte mir auch nicht wirklich weitergeholfen. Nach ca. 15 km, noch beim Vulkan Diamond Head, kam für mich ein Wendepunkt, entweder aufgeben oder bis zum letzten Wassertropfen durchkämpfen. Die Entscheidung fiel mir nicht schwer, nur die Beine waren nicht damit einverstanden. Die angepeilte Richtzeit zwischen 3:30 und 3:40  war jetzt außer jeglicher Reichweite.

Unsere Nordic-Walking-Läufer (diesmal ohne Stöcke) holten auf und zeigten sich konditionell in bester Verfassung, was sich auch durch die stetigen Überholvorgänge zeigte. Jetzt kam ich bei etwa km 17 auf den Streckenabschnitt, welcher sich ca. 9 km in die eine Richtung und dann nochmals 9 km in die entgegengesetzte Richtung erstreckt, aber noch kein Läufer in Sicht. Schon seit 2 km versuchte ich mittels Wechselspiel vom schnellen Gehen zum Joggen die noch verbleibende Wegstrecke zum Ziel zu überbrücken. Aloha, die ersten Läufer und ganz allmählich kamen dann auch die 3 Std. Läufer in Sichtweite. Dies war zwar kein Trost an sich, aber die Hoffnung auch bald in die Gegengerade einbiegen zu können hielt mich aufrecht. Halbmarathondistanz bewältigt (2:06), langsamer als meine jeweils gelaufenen Durchgangszeiten bei 100 km Biel, Swiss Alpine (K78) oder Jungfrau-Marathon. Aufmunternde Worte am herbeigesehnten Wendepunkt (km 25), wo sich auch wieder etwas mehr Zuschauer einfanden. Aber richtig aufgebaut hat mich das nicht. Auf der Gegengerade kam mir nach einiger Zeit unsere Walking-Gruppe entgegen. Kurze Begrüßung, Gesichtkontrolle und jeder wusste Bescheid. Den Dreien ging es gut und wie es aussah werden sie die heimlich gesetzte Richtzeit von 7 Std. toppen. Ich war nur froh, dass ich außer Hörweite war und keine Kommentare über meinen augenblicklichen Zustand mitbekam. Unsere Freunde aus dem Erzgebirge und Hans der Bayer, der seinen letzten Marathon in Angriff nahm, versuchten mich beim Überholvorgang ins Schlepptau zu nehmen. Nichts geht mehr. Die schöne Landschaft blieb mir leider etwas verborgen, aber nach 5:08 im Ziel stellte sich auch bei mir eine Zufriedenheit und Erleichterung über das doch noch Geleistete ein.

Jetzt schnell ins Hotel, duschen und ein anderes Getränk als Wasser für die TuS Hornau Walking-Gruppe besorgen und zurück in den Zielraum. Geschafft! mit 6:43 kamen sie über die Ziellinie und kurz darauf gegenseitige Glückwünsche, Wunden lecken und eine große Freude über das Erreichte. Für beide Helga´s war dies der erste Marathon -herzliche Glückwünsche-.

Ali konnte man im Zielraum nicht verfehlen, und so trafen wir uns mit den verbliebenen Läufer(innen) und tauschten, wie so üblich, gegenseitig unsere Eindrücke aus. Nicht fehlen sollte in diesem Zusammenhang ein gemeinsames Foto und das mit Ali im „ARQUE“ T-Shirt.

Was uns jetzt noch bleibt ist, die vielen unterschiedlichen Eindrücke von den beiden Inseln (Hawaii, Oahu) zu verarbeiten und in bester Erinnerung zu halten. Dass dies auch geschieht, wird für alle Teilnehmer zweifelsohne der Fall sein. Als Resümee kann man anmerken, dass wir trotz der hohen Teilnehmerzahl eine tolle Truppe waren.


Aller guten Dinge sind Drei –

3. Start beim Berlin-Marathon am 25. September 2005 ein Bericht von Sabine Renk


Hast du auch einen „Koffer in Berlin“? Diese typische Frage kann ich mit JA beantworten. Warum? Ich habe mich in den Berlin-Marathon verliebt.

1990 habe ich zum ersten Mal live eine Marathonveranstaltung verfolgt, in Berlin, anlässlich der Feier zur Wiedervereinigung. Damals dachte ich mir: „Mein Gott, was für eine Leistung, mein Gott, was für eine Strapaze“, das würdest du nie schaffen. 10 Jahre später lief ich selbst meinen 1. Marathon. Inzwischen habe ich meinen 8. absolviert, davon 3 in Berlin.

Eigentlich wollte ich in diesem Jahr gar nicht in Berlin laufen. Ich hatte mich schon im letzten Herbst für Hamburg angemeldet und im Dezember für New York – das reicht ja. Aber, wie es so ist. Nach dem Trainingslager in Belek hatte ich beim Hamburg-Marathon im April eine Zeit von 3:38:48 erreicht und dachte mir: Na ja, wenn du den Sommer richtig und viel trainierst, kannst du diese Zeit sicher noch toppen, nur nicht in New York. Dort läuft man schließlich um dabei zu sein, sich einmal die Stadt aus einer ungewöhnlichen Perspektive anzusehen und diese zu genießen. Außerdem ist die Strecke viel zu anstrengend und die Teilnehmerzahl zu hoch, um eine neue Bestzeit laufen zu können.

Das Ende vom Lied ist bekannt: Ich habe mich – doch wieder - für den Berlin-Marathon angemeldet.

Der Sommer war gnädig und so waren die Sprint- und Tempoeinheiten, als auch die langen Läufe von ca. 35 km gut zu bewältigen. Zwischen 90 und 100 Trainingskilometer pro Woche habe ich absolviert und am Ende war ich müde und froh, dass ich die Erholungsphase vor dem Marathon gesund erreicht habe. Langsam stieg das Marathonfieber!

Sonntagmorgen, 25. September 2005:

Um 5:45 Uhr war ich ohne Wecker wach, es war eine unruhige Nacht. Die mühevolle Anreise zum Startbereich kenne ich schon, deshalb war ich dieses Mal froh, früh zu sein und dieser Hektik aus dem Weg gehen zu können. Ab 7:45 Uhr lag ich auf der Wiese vor dem Reichstag in der Sonne und habe in aller Ruhe das Geschehen auf mich wirken lassen. Es wurde von Minute zu Minute voller. Der Berlin-Marathon gehört inzwischen zu den „Big five“, ist ein flacher und schneller Kurs, doch mit fast 40.000 Starter auch ein sehr dicht besetztes internationales Feld und die wollen organisiert und geleitet werden.

Um 8:30 Uhr sind es schon fast 15 Grad und Sonnenschein, nicht unbedingt das richtige Wetter für eine Bestzeit – zu warm.

Davon unbeeindruckt suchte ich den Pacemaker von 3:30 h, um diesem nach dem Startschuss zu folgen. Nur lief der von Beginn an völlig konfus und unregelmäßig, so dass ich mich bereits bei Kilometer 3 abgesetzt habe. Ich kenne inzwischen meine Atmung, habe meine Uhr und muss einfach nur vernünftig (also langsam) anlaufen. Es lief ganz gut, regelmäßig, fast auf die Sekunde genau habe ich die ersten Kilometer abgespult. Wegen der hohen Temperaturen hatte ich beschlossen, von Anfang an zu trinken, Gesundheit geht vor. Doch oh weh: das Wasser war eiskalt und kurz später bekam ich heftige Seitenstiche die mich zwangen, bei km 11 zu gehen. Aus der Traum von 3:30 +/- 2 Minuten dachte ich mir, denn diesen Kilometer habe ich mit 5:23 gestoppt. Doch plötzlich schoss mir durch den Kopf: „Du musst deinen inneren Schweinehund besiegen“, lief wieder an, nur auf meine Atmung konzentriert; weitere 5 km später lief es wieder rund. Die 1. Halbmarathonzeit von 1:44:55 war planmäßig, ich fühlte mich einigermaßen und mit ein wenig Glück könnte ich meine Wunschzeit doch noch realisieren.

Die Stimmung an der Strecke war gigantisch. Über 1 Millionen Zuschauer, unzählige Musik- und Cheerleadergruppen feuerten die Läufer an. Ob beim Friedrichstadtpalast, am Wilden Eber, auf dem Kuhdamm oder auf der Straße „Unter den Linden“, nirgendwo bisher habe ich eine ähnliche Stimmung gespürt, das gibt es nur in Berlin! Oder hat einer von euch schon mal bei Kilometer 32 nach Sirtakimusik seine Hüften während des Rennens geschwungen? In Berlin kann man das sehen, dort gibt es so etwas.

Langsam aber stetig stieg die Temperatur an und so war an allen Verpflegungspunkten reger Betrieb um nicht zu sagen eine gehörige Rangelei. Will man dieser aus dem Weg gehen bleiben zwei Möglichkeiten: noch schneller laufen oder nichts trinken; beides ging bei mir nicht. Also versuchte ich einfach nicht zu sehr aus meinem Rhythmus zu kommen und gleichmäßig weiter zu rennen. Unterwegs traf ich immer wieder nette Leute aus Frankfurt und Umgebung und wir haben uns gegenseitig angefeuert, gezogen und motiviert. Insbesondere deshalb, weil jeder glaubte, dass die Kilometer immer länger wurden, halfen diese heimatlichen Aufmunterungen wirklich sehr. Bei Kilometer 39 hatte ich 1 Min. Rückstand auf die 3:30 und ganz langsam war klar, dass es „nur“ für die obere gesetzte Grenze reichen würde. Irgendwie hatte ich plötzlich auch gar keine Lust mich so richtig zu quälen. Die im Training geprobt „Endbeschleunigung“ klappte im Rennen nicht. Aber es war wirklich nicht schlimm.

Meine Marathonzeit habe ich innerhalb eines Jahres um 13 Minuten verbessert, bin als 333. Frau gesamt gesund durchs Ziel gekommen und habe den 11. Platz in meiner Altersklasse beim diesjährigen Berlin-Marathon belegt. Dazu erstmals den Zieleinlauf bewusst wahrgenommen und sehr genossen. Das Brandenburger Tor! Ein erhebendes Gefühl dort durchlaufen zu dürfen! Da kann und darf man doch nicht unzufrieden sein, oder? Nur weil es nicht ganz gereicht hat. Ich bin es jedenfalls nicht und für nächstes Jahr brauche ich ja auch noch Ziele! Vielleicht wieder in Berlin.

Nach der Erholung kommt im November noch der New York Marathon. Auch darauf freue ich mich sehr.


Tagesausflug der Langlaufabteilung der TuS  Hornau am 09.Juli 2005 ein Bericht von Harald Horvath

Nach dem Motto „ins Blaue“ überraschten uns unsere Organisatoren unter Leitung von

Marko Vucetic und Bruno Stecher, die wieder ganze Arbeit geleistet haben, aufs Neue.


Nachdem es in Richtung Koblenz ging, ahnten wir, dass unsere Ziele evtl. in der Eifel liegen. Unser erstes Ziel war Laacher See mit der Benediktinerabtei Maria Laach.

Nach einem mitgebrachten, reichhaltigen Frühstück gingen wir auf Besichtigungstour, denn Bildung gehört auch zu unseren Ausflügen.

In der Abtei der Benediktiner Maria Laach wurden wir in die Geheimnisse des Benediktiner – Ordens eingeweiht und über das Wirken und Werden im Kloster informiert. Danach brachte uns der Bus nach Brohl wo wir mit dem „Vulkan – Express“, der Schmalspur Brohltalbahn, im reservierten Zug 3, Wagen 53, mit 35 Personen nach Engeln im Bummeltempo ca. 1,5 Stunden fuhren. Bei guter Verpflegung mit Wurst von der Eifelsau und Vulkan Bier, einer Zwischenrast und einer 5%-igen Steilfahrt erreichten wir Engeln und fuhren weiter dahin, wo das soeben getestete Vulkan Bier gebraut wird.

Aber nichts gibt es ohne Arbeit! Vorher noch 152 Stufen runter zum Lavagesteinsbruch, in dem früher Gestein für Mühlräder gebrochen wurde und der jetzt zum Kühlen von Vulkan Bier genutzt wird. Natürlich mussten wir die 152 Stufen wieder rauf und somit war das Abendessen auch verdient was in gemütlicher Runde (oder auch mehrere) den wunderschönen und erlebnisreichen Tag ausklingen lies.

Der Busfahrer der Fa. Diehl brachte uns sicher wieder nach Hause.

Wir freuen uns schon aufs nächste Jahr wo uns Marko und Bruno dann wieder überraschen.

Bilder zum Ausflug auf unserer Webseite für Bilder.



Müde Beine, steife Knochen, aber glücklich

Der Brüder Grimm Lauf von Hanau nach Steinau a.d. Straße vom 10. – 12 Juni 2005
ein Bericht von Sabine Renk 


Kaum dem Trainingslager von Peter Greif entkommen und wieder erholt, kommt man auf die verrücktesten Ideen. Ein Lauffreund rief mich Anfang April an und fragte: „Kennst du den Brüder-Grimm-Lauf? Was hältst du davon? Auf meine Frage: „Ob ich das wohl schaffe?“ kam prompt die Antwort: „Wer in Belek 35 km mit Endbeschleunigung rennen kann, der kann auch in 2 ½ Tagen 5 Etappen mit insgesamt 82 km laufen. Um es kurz zu machen: Wir haben uns schnell angemeldet, denn es besteht ein Teilnehmerlimit von 500 Läufern, welches schon 8 Wochen vorher ausgebucht war. Zudem bot sich der Termin ideal als letzte Standortbestimmung vor der geplanten Sommerpause an.

Die Zeit bis dahin verging wie im Fluge und am Freitagnachmittag um 17:30 Uhr fiel der Startschuss zur 1. Etappe auf dem Hanauer Marktplatz mit Ziel Bulauhalle in Niederrodenbach. Ideale Wetterbedingungen für die ersten 15,5 km durch flaches Gelände. Immer schön locker vor mich hin trabend, hatte ich schnell einen Mitläufer an meiner Seite: Udo. „Mensch, du läufst genau mein Tempo, lass uns zusammen weiter laufen.“ Nach 1:15:42 hatten wir das Ziel locker erreicht. Dort gab es in der Sporthalle zwar ein Matratzenlager, doch mit mehr als 100 Menschen in einer Halle zu schlafen? Die Vorstellung grauste mich, denn ich musste mich doch erholen. Also, nur schnell duschen, mit dem Bus zurück nach Hanau, ab ins Auto und nach Hause.

Um es vorweg zu nehmen: Die Organisation war hervorragend. Der Transport zwischen den Etappen ebenso wie die Versorgung an der Strecke.

Samstagmorgen um 6:00. Der Wecker klingelte unbarmherzig, denn um 9:30 Uhr ging die 2. Etappe von Niederrodenbach nach Neuenhasslau (14 km, leichte Steigung und zwei kleine Anstiege). Am Start traf ich „alte Bekannte“ wieder. Auf der Strecke gesellten sich immer mehr zu uns und als „kleine Gruppe“ erreichten wir nach 1:08:16 das Ziel. Nach dem Duschen der erste vorsichtige Blick auf die Ergebnisliste. Ich wollte meinen Augen nicht trauen: Nach 2 Etappen lag ich auf Platz 2 in der AK mit ca. 6 Min. Vorsprung. Schön, doch der Weg war noch sehr weit. Nun erst einmal 5 Stunden Pause, d. h. Auto holen, Mittag essen und ausruhen.

Mit einer vorzüglichen Pizza gestärkt ging es um 16:30 Uhr auf die 3. Etappe von Neuenhasslau nach Gelnhausen, 17 km über hügeliges Gelände. Gegen Ende der Strecke musste ich das 1. Mal „beißen“, aber nach 1:27:02 war auch dieses Etappenziel erreicht und Platz 2 gefestigt, nun hatte ich schon 9 Min. Vorsprung. Langsam spürten wir alle unsere Muskeln und Knochen. Immerhin hatten wir nun bereits 46,5 km hinter uns und die „alten BGL-Hasen“ machten uns „Mut“: „Die schlimmsten Etappen liegen morgen noch vor euch. Morgen ist Schluss mit lustig!“ Das hörte sich fürchterlich an; also so schnell wie möglich ab nach Hause. Auch wenn wir so die Nudelparty verpassten, wir waren einfach müde und wollten nur noch essen und dann schlafen.

Sonntagmorgen das gleiche Spiel: 6 Uhr aufstehen, denn der Start war bereits um 9 Uhr in Gelnhausen. 17,5 km mit einem langen Anstieg (ca. 6 km) und zwei weiteren starken Anstiegen (ebenfalls auf 6 km verteilt) und dann 6 km steil bergab. Inzwischen hatten sich Thomas aus Giessen und Dirk aus Weilbach zu mir gesellt. Wir liefen die Strecke fast komplett zusammen und trotzdem - es war echt hart, denn wir spürten alle wirklich jede Faser unserer Muskeln. Gefallen hat mir diese Etappe trotzdem am besten, denn sie erinnert ein wenig an die „Märchenwaldrunde“, halt nur steiler und länger. Nach einem Blick auf die Ergebnisliste war ich wieder versöhnt, ich hatte meinen Vorsprung im Ziel der 4. Etappe in Wächtersbach auf 13 Min. ausgebaut.

Eigentlich war ich zum Essen zu müde, doch mein Lauffreund zwang mich förmlich dazu. Sonst hast du keine Kraft für die letzten 18 km.

Am Start zur letzten Etappe von Bad Orb nach Steinau um 15:30 Uhr traf ich dann auch gleich wieder „meine Gruppe“. Udo war sehr optimistisch es unter 7 Stunden zu schaffen, Thomas wollte es allein probieren, mein Zeitpolster war zwar groß, aber ich völlig kaputt. Auf dieser Etappe würde ich meinen Schnitt nicht mehr halten können. Dirk sagte gleich: „Wir laufen zusammen, ich kann auch nicht mehr. Wenn einer von uns schwächelt, zieht der andere ihn einfach mit.“ Leichter gesagt als getan.

Nach 1 km ging es in Bad Orb gleich mal ca. 125 m auf 1 km hoch (die Himmelsleiter lässt grüßen; nur etwas steiler, dafür 3,5 x so lang). Das war’s dann auch, dieser letzte Berg hat mich geschafft. Über die 4 km abwärts lief es ja noch einigermaßen, aber in der Ebene war es dann vorbei. Mit letzter Kraft habe ich nach 1:31:27 nicht nur dieses Etappenziel sondern auch das Gesamtziel erreicht. Dank der mentalen Unterstützung von Dirk habe ich die letzten 8 km noch in einem Schnitt von 5:15/km laufen können. Im Ziel hat er mir sogar noch den Vortritt gelassen mit dem Hinweis: Genieße den Zieleinlauf, du hast es dir verdient. Danke vielmals Dirk für deine Hilfe. Thomas war 2 Min. vor uns im Ziel, Udo haben wir leider auf der Strecke „verloren“. Obwohl es schwer war, meine direkte Konkurrenz hatte es offensichtlich noch schwerer, wie ich am Endergebnis erkennen konnte.

Dies war die bisher größte Herausforderung meines kurzen Läuferlebens, welche ich in einer Gesamtzeit von 6:37:23 bewältigt habe. Geholfen dabei hat der „Wettergott“, denn er schenkte uns bestes Läuferwetter. Der Lohn: Platz 16 Frauen gesamt, Platz 2 in der AK (auf fast 20 Min. ausgebaut), ein Finisher-Shirt und eine große BGL-Medaille.

Ich bin stolz darauf, es geschafft zu haben. Ein Etappenlauf ist schwieriger als ein Marathon, weil man sich jedes Mal, trotz der schmerzenden Glieder, neu motivieren muss und die gesamte Strecke im Wettkampftempo gelaufen wird.

Auch mein Lauffreund hat die Strecke mit Bravur gemeistert. Von Etappe zu Etappe hat er sich in der Rangliste vorgearbeitet. Auf der 5. Etappe konnte er noch einmal sagenhafte 2:30 Min. auf den vor ihm platzierten gutmachen und hat sich auf Platz 22 in der Gesamtwertung vorgeschoben und es in seiner AK noch auf’s Treppchen geschafft. Mit einer Endzeit von 5:18:23 hat er ein Superergebnis erreicht. Ich habe mich sehr mit ihm gefreut. Immerhin war es für uns beide der erste Brüder-Grimm-Lauf und wenn man diesen gleich so erfolgreich zu beendet darf man sich auch richtig freuen.

Ob ich im nächsten Jahr den BGL wieder laufen werde? Ich glaube, das entscheide ich, wenn mir nichts mehr weh tut. Nun freue ich mich erstmal auf eine 4-wöchige Regenerationspause.



33. GutsMuths-Rennsteiglauf 2005 im romantischen Thüringer Wald
Eine Zusammenstellung von Monika Hilkert-Hübner und Willi Westenberger

Die Läufer und Läuferinnen der TuS Hornau Abt. Langlauf hatten sich dieses Jahr, den Rennsteiglauf als Highlight auserkoren und sich dementsprechend vorbereitet.

Der Supermarathon mit Start in Eisenach um 06.00 Uhr über 72,7 km in einer Starthöhe von 150m über NN wurde von Roland Gutjahr absolviert. Der höchste Punkt der Strecke war bei 970m über NN und die Zielhöhe in Schmiedefeld 711m über NN.

Der Marathon mit Start in Neuhaus am Rennweg über 43,1 km, Starthöhe 830m über NN, höchster Punkt 850 m über NN und Ziel in Schmiedefeld wurde von folgenden Teilnehmern bewältigt: Hannelore Rischling, Anita Zunker, Erika Glatz, Uwe Martin, Reinhold Hohmann, Walter Kosuch, Manfred Hütter und Helmut Rudat.

Den Halbmarathon mit 21,1 km für Einsteiger, Senioren und Jobgestresste Lauffans bestritten Monika Hilkert-Hübner, Thomas Hübner, Rainer Glatz und Dr. Reinhard Zunker. Unsere Gastteilnehmer mussten erst überredet werden aber wie Erika so treffend feststellte, wer 10 km laufen kann, schafft auch locker 21,1 km. Der Halbmarathon verlief von Oberhof über den Großen Beerberg (982mNN) nach Schmiedefeld mit recht anspruchsvollem Profil.

Weiterhin gab es noch eine 36,6 km lange Nordic-Walking Strecke, bei der acht Frauen und drei Männer der TuS Hornau am Start in Waltershausen-Schnepfental standen.

Frühes Aufstehen war dabei angesagt. Um 05.00 Uhr gab es Frühstück und der Start war um 07.00 Uhr. Auf den ersten 10,5 km waren schon ca. 500 Höhenmeter zu bewältigen. Danach ging es in Wellen "rauf und runter" und nach 22 km wurde sich die Strecke mit den Super Marathon Läufern bis zum Ziel in Oberhof geteilt.

Unsere Walkingtruppe war mit ihren Zeiten sehr zufrieden und auch glücklich das Ziel erreicht zu haben, was angesichts der guten Verpflegung, die von allen Teilnehmern gelobt wurde, kein Wunder war.

Kleine Regenschauer während des Laufes waren angesichts der wunderschönen Landschaft kein Problem. So kamen wenigstens alle Läufer frisch geduscht ins Ziel.

Fazit dieses schönen Wochenendes: Rennsteigläufer kommen immer wieder!
Und Monika stellte fest: Rennsteigläufer sind die Härtesten!


"Frauenpower" im Trainingsurlaub"
Lauftraining vom 13. bis 27. April 2005 in Belek - Türkei ein Bericht von Sabine Renk und Monika Hilkert-Hübner

Der „Lauf-Guru“ Peter Greif rief zum Lauf-Urlaub und diesem Ruf folgten Erika, Monika, Sabine und 87 weitere Läuferinnen und Läufer aus dem ganzen Bundesland.

Am 13. März 2005, pünktlich um 19.15 Uhr hob der Flieger in Frankfurt Richtung Antalya ab. Mit Zeitverschiebung erreichten wir endlich gegen 1:30 Uhr nachts unser Hotel.  Kein Grund, nicht zum 1. Morgentraining um 7:30 Uhr anzutreten. Oh, welche Überraschung – ca. 70 weitere Läufer hatten sich ebenfalls eingefunden.
 
Los ging’s mit  dynamischen Stabis, Kraft-, Dehnungs- und Koordinationsübungen und einem 7-10 km langen regenerativen Dauerlauf, das alles auf nüchternen Magen. Das erste Frühstück war damit auch wohlverdient. Unser Hotel “Pine Beach Club“, das zwar noch etwas im Aufbau war, entschädigte uns mit All inclusive - Frühstück, Mittagessen, Abendessen und Mitternachtsbuffet -. Der Wetterfrosch schenkte uns dazu noch 2 Wochen über 25 º C und einen strahlend blauen Himmel. Was wollen wir mehr!!!???

In der lockeren Vorstellungsrunde erfuhren wir, dass wir das „große Glück“ hatten, fast ausschließlich mit „Cracks“ trainieren zu dürfen. Über 50 % der anwesenden Läufer liefen die 10 km in  31 - 40 Minuten, den Marathon weit unter 3:00 Stunden oder kratzten zumindest an der 3:00-Stundengrenze. Aber wie Peter Greif trocken feststellte, die mittelmäßigen Läufer sind gerade die Richtigen, denen er noch etwas beibringen könne und wir wollen ja besser werden, also keine Hemmungen.

Der Trainingsplan sah ein tägliches lockeres Morgentraining (7:30) von 5-10 km vor und abends (16:30) jeweils eine Tempoeinheit zwischen 10 und 15 km mit ein- und auslaufen, sowie 2 extensive Dauerläufe von 35 km mit Endbeschleunigung. Ruhetage waren hier ein Fremdwort. Tolle Aussichten. Zu diesem Zeitpunkt dachten wir bereits an unsere schmerzenden Knochen und Muskeln. Auf WAS hatten wir uns da eingelassen?

Montagabend wurden gleich mal die „Fronten“ geklärt: 3 x 4000 m mit 2000 m Trabpause – so schnell wie möglich. Puh, was ne’ Anstrengung. Mit Wehmut dachten wir an unseren Lauftreff und immer schön langsam dahinjoggen.

Schnell ergab sich das Motto dieses Trainingslagers:

"Laufen – Buffet – Liegestuhl – Buffet – Laufen – Buffet – Schlafen."

Aber auch das Miteinander kam dabei nicht zu kurz, es gab immer etwas zu kommunizieren und beim Laufen wurden rege Erfahrungen ausgetauscht und Tipps gegeben, denn wir hatten alle  das gleiche Ziel: trainieren und schneller werden.

Bei Monika hatte sich dies am 2. Tag bereits erledigt – sie fiel im Pinienwald über eine Wurzel und renkte sich die linke Schulter aus. Ein 3-stündiger, abenteuerlicher Gang ins „Medical Center Belek“ begann, der mit einer wieder eingerenkten Schulter und einer saftigen Rechnung endete. Gott-sei-Dank war  nichts gebrochen und an den letzten drei Trainingseinheiten konnte sie bereits wieder teilnehmen. Immerhin den letzten gemeinsamen langen Lauf von 35 km mit fast 800 Höhenmetern hat sie noch bewältigt, davor haben wir den Hut gezogen.

Erika war von uns dreien die Fleißigste – fast keine Trainingseinheit hat sie ausgelassen - und sich dementsprechend verbessert. Wir sind uns sicher, sie wird ihren ersten Marathon am 24.04.05 in Hamburg unter 4:00 Stunden laufen.

Aber nicht nur Laufen, auch Vorträge und andere Veranstaltungen standen auf dem Programm, z. B. die Fettmessung mit der Fettzange, die zum Ergebnis führte, dass wir alle noch einige Kilo abnehmen „dürfen“, sowie Ernährungs- und Gesundheitstipps und ein lebendiger Vortrag von Peter Greif, über das „richtige Marathontraining“.

Wir waren aber auch im Urlaub und damit kommt der angenehme Teil der Reise: Suchte man uns, musste man nur nach der größten Runde im Speisesaal oder am Pool Ausschau halten. Wir hatten beim Essen immer einen Tisch in der Sonne und viele nette Leute um uns herum.Gerne wurde auch mal ein Bier oder Wein getrunken, den leckeren Süßspeisen am Buffet konnten wir selten widerstehen (von wegen abnehmen!!) oder es wurde auch mal später, immerhin war die Disco im Hause. Dort konnten wir bei Techno-Musik unsere Muskulatur prima lockern.

Wir Mädels von der TuS-Hornau haben uns prima verstanden, viel trainiert, viel gelacht und Spaß gehabt. Wir wurden – für unsere Verhältnisse – zu „Kilometerfressern“, haben trotzdem unsere gute Stimmung und Laune nie verloren. Nach 2 Wochen kamen wir müde, abgekämpft, aber auch ein wenig stolz und glücklich wieder zurück nach Hause.

Berlin, Hamburg -  wir kommen!

All das kann uns nicht davon abhalten über eine Wiederholung  des Trainings-(Schleif)-Greif-Lagers  nachzudenken.


Winterbiwak 22. / 23.1.2005 ein Bericht von Hans Georg Fitterer

Nach intensiver Wetter Beobachtung wo der Winter sich versteckt, haben wir ihn an der Billtalhöhe entdeckt. Unser Weg führte uns jetzt im guten Schnee zum Glaskopf wo wir 4 Zelte aufbauten, bevor es langsam dunkel wurde. Nachdem das Lager eingerichtet war gingen wir zur Tenohütte um unsere Kocher zum glühen zu bringen, und die mit gebrachten Getränke nicht einfrieren zu lassen. Was die acht Teilnehmer nicht im Rucksack hatten holte Willy Segner von seinem Pick Up,

den er vorsorglich bei der Hütte abgestellt hatte und ruck zuck  lief alles wie im guten Hotel. Im Namen aller Teilnehmer möchte ich Willy noch mal unseren Dank aussprechen. Nach einer ruhigen Nacht sind wir gegen 9.40 Uhr zum Fuchstanz gewandert um uns mit einem  Brunch zu stärken bevor wir wieder zum Reis zurückkehrten. Wir wurden beim Auf und Abstieg von vielen Leuten angesprochen die unbedingt wissen wollten wo wir herkommen und wo wir hin wollen. Mit unseren großen Rucksäcken  in der Region zu dieser Zeit waren wir scheinbar eine besonders exotische Reisegruppe.


Bilder zum Bericht wie immer hier


Herausforderung Nordic-Walking Marathon ein Bericht von Harald Horvath

Wir fünf von der Abteilung Tus Hornau-Langlauf stellten uns die Aufgabe des Erlebens, wenn man einen Marathon mit Nordic Stöcken geht.

Deshalb meldeten wir uns beim 1. Weidatal Nordic Walking Marathon im thüringischen Weißendorf/Zeulenroda an. Es wurde — da uns bis dahin jede Erfahrung fehlte — im vorein heftig diskutiert, in welcher Zeit und mit welchem Training man das bewältigen könnte. Wir waren fleißig — jeder auf seine Art — und wie man sieht: es hat sich gelohnt, alle waren Happy und um viele Erfahrungen reicher zurückgekommen.

Zu dem hervorragenden Bericht des Nordic Walking Kollegen Horst-G. Robbers aus Bad Neuenahr-Ahrweiler im www.walkingportal.de möchte ich nur noch hinzufügen, dass wir uns noch daran gewöhnen müssen im Rahmen von auch normalen Marathon-Läufern diese Sportart auszuüben. Wir waren vorerst der Meinung überwiegend Nordic-Walking Geher anzutreffen, mussten aber auch einsehen, dass sich eine reine NW-Veranstaltung bei dem dazugehörenden Aufwand auch kaum lohnen kann.

Der Zeitaufwand ist bei min. 5-6 Stunden doch sehr hoch, um auch die Zuschauer noch zu begeistern, besonders wenn wie an diesem Tage auch noch das Wetter nicht mitgespielt hat. Noch eine Feststellung konnten wir treffen denn es waren eine hohe Zahl männlicher Teilnehmer, was wir in unserer Region weniger haben; hier wird diese Sportart meist von Frauen ausgeführt. Die Gründe das es so ist, sind viele. Ausreden ect. obwohl es für einige gesünder und besser wäre als weiterhin zu joggen oder laufen. Wir werden weiterhin mit Spass bei der Sache bleiben und auch noch sicher den einen oder anderen Marathon mitgehen, um festzustellen, ob man — wie ich gesehen habe — bis ins hohe Alter noch sehr gute Zeiten gehen kann. Der große Vorteil ist auch: man hat unterwegs viel Zeit sich mit Teilnehmern zu unterhalten und neue Freundschaften zu knüpfen wie hier mit Horst-G. Robbers.


Mein Berlin-Marathon am 26.09.2004 ein Bericht von Uwe Wagner

 

Einmal durch das Brandenburger Tor laufen, mit 36.000 anderen Läufern und über 800.000 Zuschauern – eine fantastische Vorstellung, vor allem, wenn man die Mauer noch vor Augen hat, die bei meinen früheren Berlin-Besuchen das Brandenburger Tor so unendlich weit weg, so unerreichbar erschienen ließ.

Bis es aber soweit weit war, schließlich steht das Brandenburger Tor bekanntlich bei km 42, lagen noch schweißtreibende Trainingswochen vor mir. Da war zum einen die persönliche Zielvorgabe die 42,195 km unter 4 Stunden zu bewältigen; dabei immer die Vereinskollegen der TUS Hornau „im Ohr“, dass ein Marathon über 4 Stunden schließlich nicht zählen würde !

Zum anderen natürlich die Herausforderung, schneller zu sein, als beim letzten Marathon in Frankfurt.

Das bedeutete 3 Monate lang ca. 50 bis maximal 60 km pro Woche, mehr war aus privaten und beruflichen Gründen leider nie realisierbar. So kommen schnell 600 km zusammen und viele Stunden im Wald rund um Kelkheim und Umgebung.

Und genau diese vielen Kilometer gingen mir durch den Kopf, als ich 2 ½ Wochen vor dem Start eines Morgens mit Halsschmerzen aufwachte, und sich schließlich noch ein ordentlicher Schnupfen anschloss.

All die Mühen sollten umsonst gewesen sein, nur weil sich ein paar Bakterien gerade mich jetzt auserwählt hatten ? Also Vitamin C, Zink und andere Medikamente zur Abwehrsteigerung eingefahren, 1 Woche pausiert und viel geschlafen, immer mit Blick auf den 26.09.2004 in Berlin.

Ich stehe am Tor 8, auf dem Weg zu Block F am 26.09.2004 ganz in der Nähe vom Bundeskanzleramt; um mich herum Tausende andere Läufer und Läuferinnen aus der ganzen Welt. Eine gigantische Stimmung und dann geht es auch schon los auf der Strasse des 17. Juni, vor mir 42,195 km Berliner Asphalt.

Der Nieselregen, das kühle Septemberwetter waren für mich beinahe optimale Voraussetzungen. Unterwegs waren unzählige Bands, die für die notwendige Stimmung sorgten.

Immer wieder interessant auch die innere Stimmung in mir während eines Marathons. Ich habe auch in Berlin wieder festgestellt, dass der Verlauf dieser 42 km irgendwie meinem Job gleicht. Das Wechselspiel zwischen „Hurra – es läuft echt prima“ und den ersten körperlichen Anzeichen, dass auch die vielen Kilometer nicht spurlos an einem vorbeigehen, verbunden mit dem ersten Zweifeln, ob man nicht besser aussteigt. Und immer wieder geht es doch weiter, in Berlin-Steglitz bei km 25 noch kurz an’s Aufgeben gedacht und auf dem Ku’Damm (km 33) kurz vor der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche gespürt, es wird wieder ein toller Lauf. Bei jedem Tief sich selbst wieder Mut eingeredet, „ich schaffe es“ und „denen (wem auch immer !) werde ich es zeigen ...“.

Im Beruf, gerade in der Projektarbeit, sind diese Hoch und Tiefs über viele Monate verteilt, bei einem Marathon erlebe ich sie hoch komprimiert innerhalb von nicht einmal vier Stunden. Das macht einen Marathon aus, macht ihn so spannend, wahnsinnig interessant und wurde für mich in Berlin natürlich gekrönt durch die wunderschöne Kulisse unserer Hauptstadt.

Und dann die letzten Kilometer, bereits die Strasse Unter den Linden unter meinen Laufschuhen, immer schneller wurde ich, immer das Ziel vor Augen, einmal durch das Brandenburger Tor laufen zu dürfen und von all diesen vielen Zuschauern empfangen zu werden.

Das sind dann Momente, die zusammen mit der wieder einmal gemachten Erfahrung, dass nach jedem Tief auch wieder ein Hoch erreicht werden kann, in Worte kaum zu fassen sind. Man muss sie erleben, bei 42,195 km.

 


15. Int. Wiesbaden-Naurod Halbmarathon (ein Bericht von Sabine Renk)

 

Je Oller – je Toller - Jede Menge Pokale

Dies war das Motto der Läufer, die sich am Samstag, 24.04.2004, entschlossen hatten, in Wiesbaden - Naurod an den Start der 21,1 bzw. 10 km zu gehen.

Bei optimalem Laufwetter starteten Hannelore, Walter und Marko von insgesamt 330 Läufern um 14:30 Uhr zum Halbmarathon. Am Straßenrand wurden sie von Angelika, Conny und mir natürlich angefeuert und mit viel Erfolg auf den Weg geschickt.

Dann wurde es aber auch für uns Zeit: schnell noch mal zur Toilette, warmlaufen und dann ging`s auch schon los. 15:00 Uhr fiel der Startschuß für die 10 km-Läufer (260 gingen hier an den Start) und die liefen dann auch gleich richtig flott los.

Wer Naurod kennt weiß, wie anspruchsvoll und anstrengend diese Strecke ist. Immerhin geht es die ersten 5 km nur bergauf – und wie. Die 10 km-Strecke wurde wieder mal verändert, so daß wir bei km 5 leider nicht sagen konnten: nun geht es nur noch bergab – nein, es ging zwischendurch immer wieder bergauf. Eine sehr schweißtreibende und anstrengende Laufstrecke. Trotzdem, wir drei Frauen sind alle unter 1 Stunde ins Ziel gekommen und haben uns bei einem Erdinger Weißbier alkoholfrei sehr schnell gut regeneriert. (Angelika 57:01, Conny 57:54 und Sabine mit 46:46.

Dies war auch wichtig, denn wir mußten ja unsere Halbmarathonies auf dem Endsport anfeuern. Der Erste war, wie nicht anders zu erwarten, Marko in einer Superzeit von 1:35:12 lief er als 1. der M60 dieses Wettbewerbs durchs Ziel. Als Belohnung gab es direkt ein Bier von Sabine und darum wurde er von vielen anderen Teilnehmern beneidet. Aber auch Hannelore und Walter waren sehr gut unterwegs. Beide haben mit 1:57:54 diesen schweren Halbmarathon bewältigt. Wir haben uns mit ihnen gefreut und selbstverständlich herzlich gratuliert.

Nach der wohlverdienten Dusche, haben wir uns alle zu Kaffee und Kuchen zur Siegerehrung getroffen. Und siehe da, wir konnten es selbst kaum glauben:

Die Läufer der TuS Hornau, 6 an der Zahl, waren in ihren Altersklassen (ab W 50 bis M 65) 5 mal unter den ersten Dreien, so daß wir am Ende 5 Pokale auf unserem Tisch stehen hatten. Könnt ihr Euch vorstellen, wie viele bewundernde, erstaunte, manchmal etwas beneidenswerte Blicke wir geerntet haben? Ich denke, wir "Alten" von der TuS Hornau haben dem Verein alle Ehre gemacht und im nächsten Jahr wird sich sicher auch Conny einen Pokal erlaufen. Da bin ich mir ganz sicher. Aber natürlich wäre es schön, wenn sich noch mehr unserer jüngeren Läufer entschließen könnten, an dieser Veranstaltung teilzunehmen. Vielleicht haben wir dann im nächsten Jahr noch mehr Sieger und Pokale zu feiern.

 


28. Nikolaus-Wandertag am 07.12.2003 (ein Bericht von Harald Horvath)

Die Mitglieder des Vorstandes und teilweise auch ihre Frauen haben sich auch dieses Jahr wieder zur Verfügung gestellt um diese Veranstaltung auf die Beine zu stellen.

Vorab war schon eine Menge an Organisation gefragt, sei es die Strecke zu beschildern, Erlaubnisse beim Förster und der Stadtverwaltung einzuholen, Startgelder zu kassieren, Festzeltgarnituren und Zelte aufzubauen sowie am Sonntag (um 06.30 Uhr waren schon die ersten unterwegs) Speisen und Getränke zuzubereiten und zu verkaufen. Einen herzlichen Dank an alle Helfer!

Auf unsere Einladung hin kamen sie von Nah und Fern, die kleinen und die grossen Wanderer, Walker und Läufer auf der Suche nach dem Nikolaus an diesem klirrend kalten aber sehr sonnigen Tag. Rund 185 Erwachsene und 75 Kinder - so viele wie noch nie - beteiligten sich an der 10 km langen Schleife in den Wäldern rund um den Rettershof, wo auch schon nach drei Kilometern der erste Verpflegungsposten einen kleinen wärmenden Schnaps servierte.

Der Nikolaus erwartete das Fussvolk dann nach sechs Kilometern. Heinrich Ruckelshausen, der als Nikolaus schon das 25. Mal für uns in das rote Gewand schlüpfte ließ die Kinder über die Rute springen und belohnte sie dann mit einem Beutelchen Zuckerwerk aus seinem grossen Sack. Die Erwachsenen stärkten sich derweil an dem kroatischen Eintopf, den Würstchen sowie den Schmalzbroten und mit einem Glas Glühwein.

So gestärkt war der Rückweg von vier Kilometern keine Herausforderung mehr und man hatte einmal mehr einen wunderschönen Tag mit Familie im Wald verbracht.

Den ausgelobten Wanderpokal für die grösste Gruppe, der 2002 noch nach Dietzenbach-Steinberg entführt wurde, blieb dank der Tischtennisabteilung der TuS Hornau in Kelkheim. Weiterhin sei noch angemerkt das dieser Lauf zur Winterlaufserie des TV Lorsbach zählte, bei der man sich die 100 km zum Ziel gesetzt hat.


Laufausflug zum Wolfgangsee (Österreich) vom 17.10. - 19.10.2003
(ein Bericht von Harald Horvath)

Mit 17 Personen war die Laufabteilung der TuS Hornau vom 17.10. bis 19.10.03 am Wolfgangsee um an dem jährlich stattfindenden "Internationalen Lauf rund um den Wolfgangsee" teilzunehmen. Eine Neuerung gab es in diesem Jahr, es wurde zusätzlich zum traditionellen 27 km-Lauf auch ein 10 km-Lauf angeboten, so dass auch die nicht so ambitionierten LäuferInnen zu ihrem Lauferlebnis kamen.
Wie nicht anders zu erwarten, verbrachten wir das Wochenende bei herrlichem Wetter und führten zwei Ausflüge nach Bad Ischl und Hallstadt durch. Hierbei sei festgestellt, dass ein von Bruno Stecher organisierter Ausflug eine Menge an Abwechslung bietet. Ob Wandern, Walking oder einfach nur einige schöne Spaziergänge es war für jeden was dabei. Die Abende liessen wir in geselliger Runde ausklingen und ich und eventuell auch einige andere fühlten sich wieder einmal richtig wohl! Zu den sportlichen Leistungen sei noch hinzuzufügen, dass die 27km-Strecke im Nordic-Walking von Helga Stecher, Helga Gutjahr, Dr. Gerhard Wild und Heide Wild absolviert wurde.


Berlin Marathon am 28. September 2003
(ein Bericht von Sabine Weinert-Renk)

Der Berlin - Marathon begann bereits im Dezember 2002 mit meiner Anmeldung.

Die Vorbereitung war „heiß“ und entsprechend anstrengend. Der Jahrhundertsommer 2003 ließen die „langen Läufe“ zu einer großen Strapaze werden. Mit Petra und Peter fand ich Mitläufer und die notwendige Unterstützung bei diesen Trainingseinheiten. Die anderen Strecken habe ich im Lauftreff oder oft auch allein absolviert. Ich blieb gesund und Anfang September habe ich mir dann eine Bahnfahrkarte und ein Hotelzimmer gebucht – Berlin ich komme.

 

Freitag, den 26.09.03 fuhr ich dann mit dem ICE nach Berlin. Am Samstag bekam ich einen kleinen Vorgeschmack auf das, was mich und alle anderen Marathoni erwartete. Auf dem Messegelände musste ich mir meine Startnummer abholen. Oh, Schreck –  viele tausend andere Läufer waren auch schon da und so brauchte ich sehr viel Geduld und gute Nerven. Warum die wohl die Startnummer nicht gleich mitschicken fragte ich mich. Die Antwort bekam ich ziemlich schnell: die Marathonmesse sollte und musste sich rentieren.  Nun gut, nach erstaunlich kurzer Zeit hatte ich meine Startnummer und eine Riesenüberraschung. Denn es gab eine sogenannte „Chipkontrolle“, doch meinen Chip hatte ich bereits am Schuh befestigt und der stand im Hotel. Also auf zum Troubledesk. „Ja, liebe Sabine, entweder du gehst zurück und holst ihn oder du läufst morgen mit und weißt nicht, ob dein Chip funktioniert“ war die Aussage der netten jungen Leute am Schalter. Kurz habe ich überlegt und mich dann entschlossen, nicht noch einmal in den Menschauflauf zurückzukommen, sondern das Risiko einzugehen und nicht in die Wertung zu kommen – ich laufe ja für mich, nicht für die Listen. Auf meine Uhr kann ich mich verlassen. Stattdessen habe ich eine große Stadtrundfahrt gemacht und mir das neue Berlin angesehen. Eine gute Entscheidung, denn Berlin hat sich in den letzten Jahren gewaltig verändert. Abends gab`s beim Italiener leckere Nudeln und um 22 Uhr lag ich schon im Bett.

 

Sonntagmorgen, der große Tag! Um 6 Uhr war Wecken. Nach einem kleinen Frühstück ging es (endlich) los. Oh weh – schon um 7 Uhr war die U-Bahn überfüllt und alles ging nur in Schlangen und sehr langsam voran. Am Potsdamer Platz mussten wir aussteigen und nach ca. 15 Min. herumirren fanden wir den Startbereich vor dem Reichstag. Die gesamte Gegend war kaum wieder zu erkennen. Auf dem „heiligen Rasen“ vor dem Reichstag standen 100erte Dixi - Klos, ca. 30.000 Menschen liefen herum, suchten irgendwen oder irgendwas oder machten sich warm und 100 LKWs standen dort, um unsere Kleiderbeutel aufzunehmen.

 

Die Organisation war perfekt – nur ging alles eben immer nur in der Kolonne. Inzwischen hatte sich das Wetter gemausert, ideal für einen 42,2 km-Lauf braucht.

Nachdem wir – wieder in einer Schlange – uns zum Startpunkt vorgearbeitet hatten, fiel pünktlich um 9 Uhr der Startschuss. Über die breite Straße des 17. Juni ging es die ersten 2 Kilometer erstaunlich schnell voran. Nach ca. 2,5 km führten die Veranstalter dann alle Läufer zusammen und es wurde sehr sehr eng. 35.000 Läufer bewegten sich durch Berlins Straßen und schon sehr früh am Morgen standen überall am Straßenrand Fans, die die Läufer anfeuerten. Die Strecke führte durch Ost- und West-Berlin an allen Sehenswürdigkeiten der Stadt vorbei: Ob am Alexanderplatz mit Fernsehturm, Gendarmenmarkt, Palast der Republik, Berliner Dom oder Schöneberger Rathaus. Bei Kilometer 27, am sogenannten „Wilden Eber“ war der Teufel los. Dort standen sicher 100.000 Menschen und feierten ein Marathon-Volksfest. Für uns Läufer ein kostenloses Dopingmittel. Ach ja, eng wurde es immer an den Kontrollpunkten die gleichzeitig Verpflegungsstellen waren.

 

Bei Kilometer 32 ging es auf den Kurfürstendamm, vergleichbar wegen der langen Graden  mit der Mainzer Landstraße in Frankfurt; nur dort stehen Menschenmassen und feuern die Läufer an. An der Gedächtniskirche wieder eine Riesenfete, so dass ich keinen großen „Einbruch“ bemerkte. Ich spürte allerdings mein linkes Knie, dabei lag ich so gut in der Zeit. Hoffentlich geht das gut, dachte ich mir und versuchte mich abzulenken. Es klappte, Gott sei Dank, ich fühlte mich noch immer gut.

Kilometer 40, der letzte Kontroll- und Verpflegungspunkt. Nur noch 2,2 km und dann ist es geschafft. Dort führt die Strecke auf die Straße „Unter den Linden“ und ich kann es nicht glauben: Rechts und links Absperrungen bezogen mit Planen. Dahinter in 5er Reihen Zuschauer, die uns schon hier beglückwünschen und anfeuern. Und was taucht vor uns auf? Das Brandenburger Tor. Man läuft also die letzten 2 Kilometer immer darauf zu – es wirkt wie ein Magnet. „Nur  noch dort durch und dann ist es geschafft“ kaum zu glauben.

 

Nach 3.51 Std. laufe ich über die Ziellinie und bin stolz es (endlich) unter 4 Stunden geschafft zu haben. Die Schinderei bei der Hitze hat sich gelohnt. Besonders habe ich mich gefreut, dass Marko mich im Ziel empfangen hat. Auch er hat seinen Lauf problemlos in tollen 3.15 Std. absolviert.

Wer einmal einen richtig großen und wunderschönen Marathon laufen und genießen will, sollte nach Berlin fahren, es ist einfach großartig.


Nordic-Walking und was bringt es?

Ich möchte hier keine Hymne auf diese Sportart singen, sondern nur meine eigenen Erfahrungen weitergeben - vielleicht hilft sie auch jemand anderes.

Als sehr aktiver Läufer, über 20 Marathons und einige Ultramarathons, erwischte mich ein Tief in der Läuferkarriere. Es begann mit einem Ermüdungsbruch, der mich ca. ein halbes Jahr pausieren ließ. Der Wiederbeginn im Frühjahr ist eine schwere Aufgabe aber er gelang. Mein Laufpensum war bis Mai schon wieder ganz ordentlich. Ohne schon wieder Wettkampfstärke erreicht zu haben erwischte mich der zweite Schlag mit einem Bandscheibenvorfall und ich war zum zweiten Mal gezwungen zu pausieren.

Da Aufgeben nicht meine Stärke ist wurde nach der stärksten Schmerzbekämpfung mit speziell geeigneter Gymnastik der Wiedereinstieg in Angriff genommen.

Aber wie? Es war gerade eine neue Sportart auch bei uns angekommen NORDIC-WALKING. Ich dachte mir Probieren schadet nichts, da ich auch noch nicht wieder voll auftreten konnte. Es waren vorerst unsere Frauen, die sich in dieser Sportart betätigten. Durch das Engagement der Frau unseres Sportlichen Leiters wurde die Sache ernst, man begann das N-Walking in den Übungsplan mit einzubauen.

Wie man sich schon denken kann war ich wieder ein fleißiger Trainierer. Begonnen hatte ich mit normalen Trekkingstöcken, weil ich mir nicht sicher war ob ich das lange mitmachen werde. Nach einigen Übungsstunden die mittlerweile auch schon mal über 2-3 Stunden gingen, stellte ich fest das tut dir gut!!!! Was war der Erfolg - meine Rückenschmerzen wurden auf ein Minimum reduziert ich stellte eine schnelle Leistungssteigerung fest und bin kurz davor wieder mein Lauftraining aufzunehmen. Jetzt bin ich soweit das ich mir professionelle Nordic Stöcke zugelegt habe, da ich sicher bin diese Sportart mit in mein Trainingsprogramm einzubauen.

Meine Erkenntnis aus dieser Erfahrung von wegen nichts geht mehr, es muss heißen es geht immer irgend etwas. Packt es nur an!!!

Euer Harald         


An der Watzmann Ostwand das Limit gesucht und gefunden!
(ein Reisebericht von H.G.Fitterer)
 
Nach langer intensiver Vorbereitung haben am 18.8.03 Andreas Conrad und Hans Georg Fitterer bei Berchtesgaden das Schiff bestiegen welches sie über den Königsee nach St. Bartholomä dem Ausgangspunkt der Bergtour Watzmann Ostwand brachte. Hier hat der DAV in einer alten Fischerhütte ein Nachtlager für Ostwand-Begeher eingerichtet.
Wir wollten es einfach wissen, ob wir ihr gewachsen sind der legendären Ostwand, mit einer Wandhöhe von 1800 Metern die höchste Felswand in den Ostalpen. Es war meine erste Tour in der ich ein Scheitern der Aktion überhaupt von Anfang an in Erwägung zog, stehen doch in der Statistik der Ostwand allein 96 Todesfälle, von den erfolgreichen Rettungseinsätzen der Bergwacht nicht zu reden.


Um 4:50 Uhr sind wir auf einer Höhe von 605 m aufgebrochen zum 2712 m hohen Gipfel, nach gut einer Stunde kamen wir am Wandfuß bei 900 m an und es begann der Aufstieg, im Anfang noch seilfrei später überwiegend am Kurzseil in einigen Stellen aber auch unter Ausnutzung der vollen 50 m Bergseil. Bekannt war uns die Tatsache das die Orientierung in der Wand das größere Problem darstellt als die eigentliche Kletterei. Bekannt ist uns auch allen das dieser Sommer alle Trockenheitsrekorde bricht, was auch unser größtes Problem wurde. In der Führer Literatur gibt es viele Hinweise "Hier immer Wasser" in der gesamten Wand fanden wir eine Felsabtropfkante an der wir Wasser tropfenweise in unsere Flaschen nachfüllen konnten. Glück hatten wir, als uns das bekannte Risiko Steinschlag wortwörtlich hautnah vorgeführt wurde. Ein Stein vom Modell Schuhkarton kam mir entgegen, fegte am rechten Knie vorbei und nahm ein Stück Haut mit in die Tiefe. Um 18:42 Uhr standen wir auf dem Gipfel, eigentlich zu spät, denn nun mussten wir über den unangenehmen Südgrat absteigen, bei hereinbrechender Dunkelheit in schwierigem Gelände im Schein der Stirnlampe, und total ausgetrocknet erreichten wir fix und fertig nach über 18 Stunden ohne Pause um 23:40 Uhr die Wimbachgrieshütte.

Eine herrliche Tour, aber nicht für viel Geld möchte ich sie so noch einmal wiederholen. 3492 Höhenmeter an einem Tag, liebend gerne wäre ich in der Dunkelheit nach 15 Stunden in einen Besenwagen gestiegen, aber diese Tour war keine Sportveranstaltung.


"Fahrt ins Blaue" Jahresausflug der Abteilung Langlauf am 05.07. und 06.07.2003

Zuerst einmal Danke an Marco und sein Team. Sie haben wieder einmal alles bestens organisiert, sogar das über beide Tage herrliche Wetter!

Am Samstag in aller Frühe um 07.00 Uhr holte uns ( 34 Personen ) ein Bus der Fa. Diehl ab und wir fuhren Richtung Freiburg im Breisgau ab, dass wir nach einer Frühstücksrast gegen Mittag erreichten.

Der erste Teil unseres Ausfluges begann mit einer geführten Stadtbesichtigung von Freiburg wobei wir uns über Geschichte und Bauwerke rund ums Freiburger Münster informieren konnten. Anschliessend besuchten wir das nahe gelegene Schauinsland von wo aus wir einen herrlichen Rundblick genießen durften. Nach dem "Check in" ins Novotel und einer kurzen Ruhepause war schon das Abendbuffet angesagt.

Den Tag haben wir mit dem Besuch einer Brauerei und dem hiesigen Weinfest ausklingen lassen.

Der zweite Tag brachte noch weitere Höhepunkte. Nach dem Frühstück fuhren wir nach Colmar / Elsaß um uns die wunderschöne Altstadt anzuschauen und nach einigen schönen Stunden dort, traten wir die Heimreise an. Eine Unterbrechung wurde noch fällig. In Impflingen (Pfalz) wurden wir unvorhergesehen in einer Straußwirtschaft aufgehalten.

Dank der umsichtigen Fahrweise unseres Busfahrers waren wir gegen 20.00 Uhr wieder zuhause.

Wie schön es wirklich war kann man nicht beschreiben, man muss dabei gewesen sein.
Bis zum nächsten Mal.

Euer Harald

Bilder zum Ausflug gibt es hier


1. Weiltalweg-Landschaftsmarathon am 27.04.2003 von Schmitten-Arnoldshain nach Weilburg

Der "Lauf-Aktuell" Schreiber berichtet als Laufbetreuer:

Zum Start des Marathons war es noch recht Sonnig, was sich allerdings noch einige Male während des Laufes änderte (typisches Aprilwetter). Die Temperaturen schwankten zwischen 10° und 16° Celsius.

Unsere Begleitfahrzeuge fuhren nach dem Start in Richtung Weilburg, was sich allerdings teilweise recht schwierig gestaltete, da die Strassen mehrfach von den Marathonteilnehmern mitbenutzt werden mussten. Zum Glück konnten wir unsere Fahrzeuge in der Nähe des Zieles abstellen um unseren Läufern entgegenzulaufen.

Bei Kilometer 30 bzw. 35 erwarteten wir unsere Läufer, die gut vorbereitet in den Wettkampf gingen. Es ist schon ein besonderes Erlebnis seine Laufkameraden an einem so entscheidenden Kilometerpunkt anzufeuern und Beifall zu geben. Aber wie nicht anders zu erwarten, sahen alle unsere Läufer noch hervorragend aus, so dass man sich um sie keine Sorgen machen musste. Hierbei sei besonders unser neuer sportlicher Leiter Uwe Martin erwähnt, der als 26. unter 804 Läufern ins Ziel einlief sowie unser neuer Schriftführer Uwe Wagner, der zu meiner Überraschung seinen ersten Marathon mit einer Zeit unter vier Stunden absolvierte.

Es sei noch anzumerken, dass eine grosse Strecke von zwei Wanderinnen (Bravo, den beiden Helga`s) zurückgelegt wurde.

Euer Harald

Bilder zum Bericht hier


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